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Bis jetzt wurde in Österreich bei keiner einzigen Probe Fipronil gefunden

Heimische Eier bis dato ohne Fipronil

10.08.2017

In Deutschland und den Niederlanden wurden Eier mit dem Mittel „Fipronil“ gefunden und vom Markt genommen. Die AMA hat vorige Woche dreißig Marktproben österreichischer Frischeier untersuchen lassen und auch die AGES lässt alle Eier die zur Untersuchung kommen auf Fipronil testen. Bis jetzt wurde in keiner einzigen Probe Fipronil nachgewiesen.

Nachdem in Deutschland, Belgien und den Niederlanden Eier mit dem Mittel Fipronil gefundenund vom Markt genommen wurden, hat die AMA vergangene Woche 30 Marktproben österreichischer Frischeier im heimischen Lebensmittelhandel gezogen und untersuchen lassen. In keiner einzigen wurde Fipronil nachgewiesen. Auch die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit AGES gibt für inländische Eier Entwarnung. Bis dato gebe es keine Anzeichen, dass österreichische Geflügelbetriebe von der Thematik betroffen sind. Im heimischen Lebensmitteleinzelhandel seien zudem fast ausschließlich österreichische Frischeier erhältlich. Es kann derzeit jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass belastete Eier über Eiprodukte (wie Flüssig-Ei, Trocken-Ei, gekochte Eier) nach Österreich gelangt sind.

Weitere Analysen und Kontrollen

Im Auftrag des Gesundheitsministeriums werden dennoch vorsorglich alle Eier in Österreich, die zur Untersuchung zur AGES gelangen, auf das verbotene Mittel "Fipronil" untersucht. Auch die AMA wird weiterhin in ihrem Programm heimische Frischeier regelmäßig von akkreditierten Labors testen lassen. Außerdem werden die AMA-Kontrolleure verstärkt die verwendeten Reinigung- und Desinfektionsmittel auf den Geflügelbetrieben überprüfen. Darüber hinaus hat das Gesundheitsministerium vereinbart, dass Betriebe, die möglicherweise Eier aus dem Ausland beziehen, kontrolliert werden. Wo aufgrund der Warenströme Hinweise auf Eier aus Deutschland, Belgien oder den Niederlanden vorliegen, werden umgehend Proben gezogen und untersucht. "Wir wollen sichergehen, dass keine Produkte mit diesem Mittel in Österreich in den Handel kommen und Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger haben", betonte Ressortchefin Pamela Rendi-Wagner. Zudem sprach sie sich für eine bessere Herkunftskennzeichnung von Eiern aus. Denn während eine Rückverfolgbarkeit bei Eiern in der Schale möglich sei, sei bei verarbeiteten Produkten, die nach Österreich gebracht werden, nicht nachvollziehbar, aus welchem Land die darin enthaltenen Eier stammen.

Check in der Eierdatenbank

"Im heimischen Lebensmittelhandel sind fast ausschließlich österreichische Frischeier erhältlich. Diese sind mit dem Länderkürzel 'AT' auf der Stempelung am Ei beziehungsweise am rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel klar erkennbar", sagte Genia Hauer, Qualitätsmanagerin der AMA Marketing. Wer die Herkunft der Eier genau überprüfen möchte, erhält unter www.eierdatenbank.at Auskunft über den Legehennen-Betrieb und die Haltungsform.

Laut AMA wurde nach derzeitigem Wissenstand Fipronil unerlaubterweise in einem Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet. Der Wirkstoff Fipronil ist in Österreich in der Geflügelhaltung verboten. Als Mittel gegen Ameisen und Schaben für den privaten Hausgebrauch sowie als Arzneimittel gegen Ungeziefer bei Katzen und Hunden ist es jedoch erlaubt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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