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Heimische Mineralwasserabfüller steigern Inlandsabsatz 2019 erneut

10.02.2020

Die österreichischen Mineralwasserabfüller ziehen Bilanz und blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Besonders erfreulich: Der Inlandsabsatz von natürlichem Mineralwasser aus Österreich konnte 2019 um 2 % gesteigert werden.

Während 2018 noch 713,1 Mio. Liter für den Inlandsmarkt abgefüllt wurden, waren es 2019 bereits 723,5 Mio. Liter – eine Erhöhung um 10,4 Millionen Liter. Zum Vergleich: Die deutschen Mineralwasserabfüller mussten im selben Zeitraum ein deutliches Absatzminus von 3,9 % hinnehmen. Prognosen des Forum Natürliches Mineralwasser ergeben einen Pro-Kopf-Verbrauch der Österreicherinnen und Österreicher von rund 91 Litern natürliches Mineralwasser. Auch zum Mehrweganteil gibt es Neuigkeiten zu berichten: Dieser erhöhte sich 2019 auf 21,0 % nach 18,8 % im Jahr 2018. Mit einer Gesamtabfüllmenge (Inland und Export) von 785,5 Mio. Litern gibt es für 2019 nur eine geringe Schwankung im Vergleich zum durch Hitzewellen geprägten Rekordjahr 2018 (793,8 Mio. Liter) zu berichten. Die Erfolgsbilanz der österreichischen Mineralwasserabfüller belegt den hohen Stellenwert, den natürliches Mineralwasser bei den Österreicherinnen und Österreichern genießt.

„Ob als optimaler Durstlöscher oder Getränk für den Alltag – natürliches Mineralwasser aus Österreich bleibt im Trend“, erklärt Forum Natürliches Mineralwasser-Sprecher Herbert Schlossnikl. „Auch der Mehrweganteil wurde im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Mit einem Plus von 2,2 % konnte die 20 %-Marke im vergangenen Jahr erstmals übersprungen werden.“

Natur pur aus den Tiefen der Erde

Die Konsumentinnen und Konsumenten vertrauen zurecht auf die hohe Qualität von natürlichem Mineralwasser aus Österreich. Als reines Naturprodukt stammt es aus unterirdischen, vor jeglicher Verunreinigung geschützten Quellen und wird direkt am Quellort in Flaschen abgefüllt. Natürliches Mineralwasser ist zudem ein regionales Produkt, was sich im spezifischen Geschmack und den natürlichen Inhaltsstoffen widerspiegelt. Denn jedes Mineralwasser hat seine ganz eigene und unverkennbare Zusammensetzung an Mineralstoffen, Spurenelementen und Kohlensäure – entsprechend den Boden- und Gesteinsschichten, die es durchläuft. Das Produkt von ursprünglicher Reinheit ist zudem das einzige Lebensmittel, für das neben umfassenden Untersuchungen auch eine amtliche Anerkennung durch das österreichische Gesundheitsministerium erforderlich ist.

Mineralwasser mit Kohlensäure Spitzenreiter

Die größten Absatzsteigerungen im Inland wurden 2019 im Vergleich zum Vorjahr in den Monaten Juli (+26 %), Juni (+ 14 %) sowie Februar (+9 %) erzielt. Mit einer Abfüllmenge von rund 87,8 Mio. Litern natürliches Mineralwasser war der Juni der umsatzstärkste Monat. Bei Betrachtung der einzelnen Sorten bleibt natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure mit einem Gesamtanteil von 58 % der Abfüllmenge weiterhin unangefochten in Spitzenposition. Mit jeweils 21 % Gesamtanteil erfreuen sich die Sorten mit wenig und ohne Kohlensäure ebenfalls großer Beliebtheit bei den Österreichinnen und Österreichern.

Mit Blick auf Gebindearten konnte der Absatz der 1 Liter-Mehrweg Glasflasche im Vergleich zu 2018 deutlich erhöht werden. Bei natürlichem Mineralwasser mit Kohlensäure betrug die Steigerung +20 %, bei natürlichem Mineralwasser mit wenig Kohlensäure + 11 % sowie + 39 % bei der Sorte ohne Kohlensäure. Insgesamt wurden rund 107,4 Mio. Liter natürliches Mineralwasser in die 1-Liter Mehrweg Glasflasche abgefüllt. Mit rund 426,2 Mio. Litern Abfüllmenge belegt die 1,5 Liter Kunststoff-Flasche nach wie vor die Spitzenposition.

Das zeichnet natürliche Mineralwässer aus Österreich aus

• Das natürliche Mineralwasser stammt aus unterirdischen, vor jeder Verunreinigung geschützten Vorkommen;
• Es ist von ursprünglicher Reinheit;
• Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort oder in unmittelbarer Nähe in jene Behältnisse abgefüllt werden, in denen es auch zum Konsumenten gelangt;
• Natürliche Mineralwässer unterliegen strengsten Kontrollen und dürfen nur nach Anerkennung durch das österreichische Gesundheitsministerium in Verkehr gebracht werden;
• Die Gesundheitsbehörden verlangen für die Erteilung der Bewilligung geologische, hydrologische, physikalische, physikalisch-chemische und chemische Untersuchungen bzw. Gutachten;
• Natürlichen Mineralwässern dürfen – außer Kohlensäure – keine weiteren Inhaltsstoffe zugesetzt werden. Eisen und Schwefel dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nach streng festgelegten Verfahren aus dem Wasser entfernt werden (Vermeidung einer Trübung des Wassers);
• Es hat bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen, die auf seinen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen zurückzuführen sind;
• Es muss in Hinblick auf seine Zusammensetzung, Temperatur und übrigen Merkmale eine bestimmte Konstanz aufweisen. Seine Qualität und Zusammensetzung sind daher innerhalb natürlicher Schwankungen gleichbleibend.

Mehr Informationen zu natürlichem Mineralwasser aus Österreich erhalten Sie unter www.forum-mineralwasser.at sowie auf der Website „Österreich isst informiert“ unter oesterreich-isst-informiert.at, einer Initiative der Lebensmittelindustrie.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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