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Herausforderungen für Rewe

11.09.2017

Rewe ist im ersten Halbjahr 2017 im Lebensmittelbereich weniger stark gewachsen als Konkurrent Spar. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern konnte Rewe weniger Gewinn aus der Zielpunkt-Pleite erzielen. Auch die Konsumentenstimmung ist noch ausbaufähig.

"Wir haben ein paar Herausforderungen“, sagt Rewe-Chef Frank Hensel kürzlich im Pressegespräch. Begründet wird das geringere Wachstum damit, dass man nach der Zielpunkt-Pleite das „kleinste Stück vom Kuchen“ abbekommen hat. Damals musste der Marktführer aus Wettbewerbsgründen fast so viele eigene Standorte schließen wie neue Zielpunkt-Standorte übernommen wurden. Davon konnte Hauptmitbewerber Spar nur profitieren. Die volle Wirksamkeit der Zielpunkt-Übernahme hat dem Lebensmittelhändler im Halbjahr 2017 zu einem Umsatzsprung von acht Prozent verholfen (https://www.handelszeitung.at/handelszeitung/umsatzsprung-ergebnisrueckgang-bei-spar-teilkonzern-151631 ). Rewe will dazu keine genauen Zahlen nennen.

Leicht problematisch ist auch die Konsumentenstimmung. Obwohl das Wirtschaftsumfeld derzeit positiv ist, ist sie in Österreich noch nicht so gut wie zum Beispiel in Deutschland. Laut Hensel neigen wir Österreicher eher dazu etwas pessimistischer zu sein, als unsere deutschen Nachbarn. Aber Änderungen sind in Sicht: Rewe wird heuer in Österreich etwa 350 Mio. Euro in das Filialnetz sowie den Ausbau der Eigenproduktion stecken. 

Butternotstand

Die allgemein gesunkene Milchproduktion und die höhere Nachfrage der Nahrungsmittelindustrie haben nicht nur den Butterpreis zuletzt in die Höhe schießen lassen, sondern auch die Verfügbarkeit für den Lebensmittelhandel stark eingeschränkt (https://www.handelszeitung.at/handelszeitung/butterpreise-erreichen-rekordhoehen-151829 ). Jetzt muss die zum Rewe-Konzern gehörende Supermarktkette Billa ihre Kunden über einen möglichen Lieferengpass bei Butter informieren. "Vielen Dank für Ihr Verständnis, dass vereinzelt Artikel nur eingeschränkt verfügbar sein können", heißt es in einem Aushang, der seit vergangenen Freitag österreichweit in den Filialen bei den Kühlregalen mit Butterprodukten angebracht wird. Dennoch will der Lebensmittelhändler versuchen eine ausreichende Verfügbarkeit zu gewährleisten. Konkurrent und Leidensgenosse Spar setzt ebenfalls erste Schritte um Konsumeten zu beruhigen "Es ist zu erwarten, dass manche Marken manchmal nicht da sind", sagte Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann im Hinblick auf die bevorstehende Backsaison. Sollte die Lieblingsbutter mal kurzfristig nicht im Regal stehen, kann man zu einer anderen Marke greifen, die Molkerein haben zwar Lieferschwierigkeiten aber "es ist noch alles da", verteidigt sich der Lebensmittelhändler. Weihnachtliche Butter-Aktionen sind daher bei keiner der Supermarktketten zu erwarten. 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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