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Andreas Geisler (li.) und Karl Neuhofer mit dem Gütesiegel „g. t. S.“

Heumilch-Umsatz 2015: + 3,5 Prozent

25.04.2016

Die ARGE Heumilch präsentierte ihren Mitgliedern bei der diesjährigen Hauptversammlung in Hallwang, Salzburg eine positive Bilanz: Der Umsatz von Heumilchprodukten im heimischen Lebensmittelhandel stieg im Vorjahr um 3,5 Prozent auf mehr als 109 Millionen Euro. Bei der weißen Palette legten Heumilchprodukte um 3,8 Prozent zu, bei der gelben Palette um 2,2 Prozent. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt musste ein Umsatzminus von zwei Prozent hinnehmen.

Der Absatz von Heumilchprodukten wuchs 2015 um 2,3 Prozent auf fast 42.000 Tonnen. „Die heimische Heuwirtschaft konnte der schwierigen Entwicklung auf dem Milchmarkt entgegensteuern. Wir haben darüber hinaus die Grundlage für die Zukunft gelegt“, erklärte ARGE Heumilch-Obmann Karl Neuhofer. „Die gestiegene Nachfrage nach Heumilch erhöht die Wertschöpfung für uns Heumilchbauern, die Verarbeiter und die Vermarkter sowie des Lebensmittelhandels deutlich und ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der österreichischen Heuwirtschaft.“

Wirkung des EU-Gütesiegels g.t.S. nutzen

Die Verleihung des EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – an die Heumilch im heurigen März (die Handelszeitung hat berichtet) sieht Neuhofer als weitere Bestätigung der Arbeit der Heumilchbauern und -verarbeiter. Es wurde erstmalig im deutschsprachigen Raum vergeben und steht für einen besonderen Schutz, für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. Um das Potenzial und die positive Wirkung des Gütesiegels für die Heuwirtschaft zu nutzen, setzt Neuhofer gemeinsam mit Heumilch-Koordinator Andreas Geisler auf gemeinsame Aktivitäten mit den Mitgliedern.

Heumilch g.t.S. ist auch das Kernstück aller aktuellen Werbemaßnahmen, die Geisler den Mitgliedern im Rahmen der Hauptversammlung vorstellte. Dazu zählen TV-Spots, Plakatwerbung sowie klassische Inserate, jeweils mit Schwerpunktphasen im Frühling, Sommer und Herbst. Ganz im Zeichen des neuen Claims „Heumilch – einfach urgut“ stehen des Weiteren eine Citylight-Kampagne mit muhenden Plakaten in Österreichs Hauptstädten, Gewinnspiele mit attraktiven Preisen, ein Kinderbuch zum Thema Tierwohl sowie ein Rezeptheft.

Heumilch über die Grenzen hinaus

Auf der Hauptversammlung wurde außerdem ein weiterer Meilenstein für die Heumilch-Vermarktung gesetzt: Die Mitglieder verabschiedeten einen Beschluss für eine mögliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenbogen – mit Bayern, Baden-Württemberg, Südtirol, dem Trentino und der Schweiz. Dazu Geisler: „Organisationen aus den Nachbarregionen haben in letzter Zeit verstärkt Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Heumilch noch bekannter zu machen und mit einem einheitlichen Auftritt die Kräfte zu bündeln und Heumilch weiterhin klar zu positionieren.“

Update 26. April 2016: Die ARGE Heumilch will eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Schweiz ermöglichen, um Heumilch bekannter zu machen und Kräfte zu bündeln. In der Schweiz hätten insbesondere die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) Interesse an der Marken-Nutzung gezeigt. Laut ZMP soll in der Schweiz demnächst der Verein Heumilch gegründet werden, der Mitglieder im Bereich Heumilch – von der Basiskommunikation, der Marktbearbeitung bis hin zur Abstimmung der Inhalte mit Heumilch Österreich – unterstützen soll, schreibt moproweb.de.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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