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Heumilchwirtschaft weiter im Vorwärtsgang

04.02.2014

Die ARGE Heumilch Österreich zieht eine positive Bilanz über das Jahr 2013. „Die Nachfrage nach österreichischer Heumilch ist im Vorjahr neuerlich gestiegen.

Obmann Karl Neuhofer (li.) und Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch.

Außerdem konnten wir die Wertschöpfung für unsere Bauern weiter erhöhen“, erklärte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, und ergänzte: „Die umfassenden Marketingaktivitäten in Zusammenarbeit mit den Heumilchverarbeitern und dem Lebensmittelhandel haben maßgeblich dazu beigetragen, dass mittlerweile mehr als 85 Prozent der österreichischen Konsumenten Heumilch kennen.“ Heumilch ist zu 100 Prozent in der Vermarktung. „Der Heumilchzuschlag lag 2013 bei 4 Cent pro Kilogramm, für Bioheumilch sogar bei 12 Cent pro Kilogramm“, erläuterte der Obmann. Bei 425 Mio. kg im Jahr bedeute das einen jährlichen Mehrwert von rund zwölf Millionen Euro für die Milchlieferanten.

 

Besser als der Gesamtmarkt

Auch im Vorjahr hat sich Heumilch besser als der Gesamtmarkt bei Molkereiprodukten entwickelt. Im Vergleich zu 2012 erzielten Heumilchprodukte im heimischen Lebensmittelhandel ein Umsatzplus von 7,4 Prozent, während der Gesamtmarkt ein Minus von 1,4 Prozent hinnehmen musste. Besonders erfolgreich schnitt der Heumilchkäse-Bereich ab: Dort lag das Umsatzplus bei 17,6 Prozent. Etwa die Hälfte der Heumilchprodukte geht in den Export.

Die Informationsoffensive geht auch 2014 weiter. Neben den klassischen Maßnahmen verlost die ARGE Heumilch unter anderem Familienurlaube auf dem Bauernhof oder Freizeiträder. Ein neues Kinderbuch steht ebenso auf dem Programm wie die Fortsetzung der erfolgreichen Heumilch-Alm-Tour durch den deutschen Lebensmittelhandel.

Einen Schwerpunkt legt die ARGE auf das Thema Nachhaltigkeit, kündigte Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch an: „Wir haben eine Studie an der BOKU Wien in Auftrag gegeben, die den Ressourcenverbrauch und die Umweltwirkungen von Heumilcherzeugung untersucht. Die Ergebnisse werden im Laufe des Jahres präsentiert.“ Darüber hinaus ist die ARGE Heumilch ausgewählter Partner des Projekts „Analyse der Biodiversitätskriterien“ der Bodenseestiftung.

Die diesjährigen Nachhaltigkeitsthemen sind Ackerflächenbedarf, Lebensmittelkonkurrenz, Wasserfußabdruck und Biodiversität. Geisler: „Bei der Heuwirtschaft hat die Schonung der Ressourcen einen hohen Stellenwert. Die Tiere sollen nicht zum direkten Nahrungskonkurrenten des Menschen werden. In der industrialisierten Landwirtschaft kommt bei der Rinderfütterung immer mehr Getreide zum Einsatz. Dabei kann eiweißreiche Nahrung wie Getreide, Soja oder Mais auch direkt vom Menschen konsumiert werden. Kühe können das lebensnotwendige Eiweiß in Form von Gras und Heu direkt von den Wiesen verwerten.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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