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Hofer Betriebsrat, Hofer Loosdorf Geschäftsführer Markus Freytag,  Bürgermeister Thomas Vasku und Mitarbeiter der Zweigniederlassung Loosdorf  nach der Verkündung des Sozialplans

Hofer: Maßnahmenpaket für Loosdorf-Mitarbeiter

29.10.2019

Am Dienstag präsentierte die Hofer Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Sozialplan für die Mitarbeiter, die von der Auflösung der Zweigniederlassung in Loosdorf betroffen sind.

Die Hofer KG schätzt ihre gut ausgebildeten Mitarbeiter und ist ihrem Anspruch, ein verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein, verpflichtet. Alle direkt in der Zweigniederlassung Loosdorf beschäftigten Mitarbeiter erhalten - ihrer Ausbildungen und Fähigkeiten entsprechend - die Möglichkeit zum Wechsel in eine andere Zweigniederlassung, in die Hauptniederlassung oder je nach Verfügbarkeit in eine der Filialen. In Zusammenarbeit mit dem Hofer Betriebsrat wurde nun im Rahmen äußerst zielführender Gespräche ein Sozialplan erarbeitet. Dieser wurde am Dienstag, dem 29. Oktober allen betroffenen Mitarbeitern der Zweigniederlassung Loosdorf präsentiert. „In den Verhandlungen haben sich alle Beteiligten äußerst konstruktiv gezeigt. So war es uns möglich, gemeinsam einen Sozialplan zu entwickeln, welcher die Interessen der betroffenen Mitarbeiter bestmöglich abdeckt. All jenen, die sich entscheiden zu bleiben und in eine andere Niederlassung zu wechseln, greifen wir unter anderem mit einem Fahrtkostenzuschuss und weiterer Unterstützung unter die Arme“, berichtet Markus Aunitzki, Betriebsratsvorsitzender der Hofer KG. Mit einem Maßnahmenpaket soll dieser Sozialplan die Mitarbeiter der Zweigniederlassung Loosdorf unterstützen und ihnen finanziellen Rückhalt geben.

Der Sozialplan im Detail

  • Jeder Mitarbeiter, der sich entscheidet, im Unternehmen zu bleiben und an einen anderen Standort zu wechseln, profitiert von einer weitgehenden Beschäftigungsgarantie in den darauffolgenden 12 Monaten.
  • Allen Mitarbeitern, welche zu einer anderen Niederlassung pendeln, wird im ersten Jahr ein Fahrtkostenzuschuss gewährt.
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Leistungen bei besonders schweren Schicksalen, Krankheiten oder finanziellen Notlagen (Härtefälle).

Sollten sich Mitarbeiter dafür entscheiden, nicht in eine andere Zweigniederlassung, die Hauptniederlassung oder in eine der Filialen wechseln zu wollen, so wird sozial gestaffelt - entsprechend dem Alter und den jeweiligen Dienstjahren des Mitarbeiters - eine freiwillige, einmalige Abfertigung in Höhe von 4 bis maximal 8 Monatsgehältern ausbezahlt. Darüber hinaus erhalten Mitarbeiter mit Kindern eine einmalige zusätzliche Zahlung.

Für die Gewerkschaft stellt der in einem konstruktiven Klima abgeschlossene Sozialplan ein in dieser Situation sehr erfreuliches Ergebnis dar. „Für uns stand die Sicherheit der betroffenen Kolleginnen und Kollegen an erster Stelle. Das ist durch deine zeitnahe Lösung auch gelungen. Dieser Sozialplan berücksichtigt die unterschiedlichen Auswirkungen der Teilschließung und federt diese für die Betroffen deutlich ab“, meint Peter Stattmann, Geschäftsführer der GPA-djp Niederösterreich.

Loosdorfs Bürgermeister zuversichtlich

Für den Loosdorfer Bürgermeister Thomas Vasku ist die Zukunft der aktuell in Loosdorf beschäftigten Mitarbeiter ein besonders großes Anliegen. Nach gemeinsamen Gesprächen mit der Hofer KG zeigt sich Thomas Vasku jetzt zuversichtlich: „Die Nachricht über die Auflösung der Hofer Zweigniederlassung hat die Gemeinde Loosdorf hart getroffen. Dass die Mitarbeiter jetzt - mit dem im Rahmen des Sozialplans - geschnürten Maßnahmenpaket bestmögliche Unterstützung erhalten, stimmt mich sehr positiv.“

Auch die Zukunftspläne der Liegenschaft werden bereits mit hoher Priorität verfolgt. Gespräche mit interessierten Käufern finden bereits statt, um so schnell wie möglich wieder neue Arbeitsplätze in der Region schaffen zu können.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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