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Hofer veröffentlicht Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik

31.10.2018

Hofer präsentiert als erster österreichischer Lebensmittelhändler eine eigene Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik. Schwerpunkte der Strategie sind neben nachhaltigen Produktionsbedingungen und Transparenz auch das Thema Bienenschutz.

Im Engagement um Blumen und Pflanzen macht Hofer einen weiteren Schritt nach vorne, indem er eine Einkaufspolitik für diese Produktgruppe veröffentlicht. Entlang der Lieferkette der betroffenen Gewächse, gibt es besonders bei Schnittblumen Herausforderungen. Diese werden häufig in afrikanischen Ländern produziert, in denen geregelte Arbeits- und Sozialbedingungen keine Selbstverständlichkeit sind. Im Rahmen der Corporate Responsibility-Grundsätze „Sozialstandards in der Produktion“ hat die Handelskette die Mindestanforderungen festgelegt, die als Handlungsrahmen für sämtliche Lieferanten und Geschäftspartner gelten. Damit wird von den Lieferanten verlangt dass alle Blumen- und Pflanzenerzeugnisse nach der guten landwirtschaftlichen Praxis (Good Agricultural Practice - GAP) produziert werden. Dies umfasst unter anderem Aspekte des integrierten Pflanzenschutzes, den Schutz des Grundwassers sowie eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung.

Aus der Gegend

Zusätzlich achtet der Diskonter darauf, dass viele Pflanzenprodukte von regionalen, österreichischen Familienbetrieben bezogen werden. Diese Betriebe setzen sich bereits seit längerem mit Nachhaltigkeitsgedanken auseinander und haben entsprechende Maßnahmen gesetzt, um möglichst ressourcenschonend in Österreich produzieren zu können. Ein Beispiel hierfür ist die Gärtnerei Schacherl, die den Einsatz von synthetischen Düngemitteln um mehr als 60 Prozent reduziert hat und deren 70.000 m2 große Blumenwiese als Nahrungsquelle für Bienen dient. Weitere nachhaltige Maßnahmen der Lieferanten des Lebensmittelhändlers sind u. a. die Verwendung einer Hackschnitzelheizung zur Wärmeversorgung von Glashäusern, Photovoltaikanlagen zur Reduzierung des Strombedarfs sowie Ebbe-Flut-Systeme, die mit Dünger belastetes Wasser aufbereiten, sodass dieses nicht ins Grundwasser gelangt.

Schwerpunkte der Einkaufspolitik

Im Fokus der Maßnahme stehen vier Bereiche, in denen Maßnahmen und Ziele festgelegt wurden, die bis Ende 2019 vollständig erfüllt werden sollen: Zertifizierungen und Standards, Sozialstandards, Transparenz und Rückverfolgbarkeit sowie Bienenschutz. Daher sollen bis Ende nächsten Jahres alle Produkte über eine Zertifizierung nach GLOBALG.A.P oder einem gleichwertig anerkannten Standard, wie das Fairtrade-Siegel, verfügen. Zur Rückverfolgbarkeit wird das GGN-Verbraucherlabel sukzessive für Blumen und Zierpflanzen eingeführt. Im Bereich Bienenschutz ist Hofer bereits mit einem Bienenhotel, Bienenschutzfonds, sowie lokalen Bienenprojekten aktiv. Darüber hinaus verfolgt der Lebensmittelhändler ein Pestizid-Monitoring-Programm bei Schnittblumen und ab 01.01.2019 auch bei Topfpflanzen, welches dem Schutz von Mensch und Umwelt, aber auch von Bienenpopulationen und anderen Bestäubern nützt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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