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Hofer Verpackungsmission spart über 1.000 t Verpackung pro Jahr

27.01.2020

Die im September 2018 initiierte und 2019 zum Leuchtturmprojekt ernannte „Hofer Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.“ hat eine jährliche Ersparnis von über 1.000 Tonnen Verpackungsmaterial erreicht. Diesen löblichen Weg geht die „Hofer Verpackungsmission“ 2020 genauso zielgerichtet weiter und verfolgt zukunftsorientierte Ziele.

Rund 900.000 Tonnen Kunststoffabfälle fallen jedes Jahr in Österreich an, knapp ein Drittel davon wird wiederverwertet[1]. Um diese großen Mengen an Plastikmüll einzudämmen, sind langfristige Strategien erforderlich. Diese entwickelt der größte Lebensmitteleinzelhändler Österreichs im Rahmen seines Projekt 2020-Leuchtturmprojekts „Die Hofer Verpackungsmission“: Die ambitionierten Ziele reichen von gänzlich eingesparter oder nachhaltigerer Verpackung bei 50 % des Obst- und Gemüsesortiments bis Ende 2020 über die Recyclingfähigkeit bei 100 % der Exklusivmarken-Verpackungen des Standardsortiments bis Ende 2022 bis hin zu 30 % Reduktion des Materialeinsatzes bei Exklusivmarken-Verpackungen bis Ende 2025. Zur Erreichung dieser Ziele setzt der Lebensmittelhändler laufend gezielte Maßnahmen, außerdem arbeitete er 2019 mit der Umweltschutzorganisation Global 2000 insbesondere in den Bereichen Bewusstseinsbildung und Littering zusammen.

Erfolgreiche Maßnahmen zur Reduktion von Verpackungsmüll

Neueste Erfolgsmeldung ist die mit Ende 2019 erfolgte Auslistung sämtlicher Einwegplastikprodukte wie beispielsweise Becher, Geschirr, Besteck oder Wattestäbchen mit Plastikschaft. Alleine durch die Umstellung auf umweltfreundliche Wattestäbchen mit Papierschaft vermeidet Hofer rund 50 Tonnen Kunststoff jährlich. Ein weiterer Fokus der „Hofer Verpackungsmission“ liegt auf dem Bereich Obst und Gemüse. Das Angebot an unverpackten Artikeln wird laufend ausgebaut, bei Karfiol, Chinakohl und Gurke konnte beispielsweise bereits die Verpackung gänzlich gestrichen werden. Gemeinsam mit dem Einsatz von Natural Branding - die natürliche Beschriftung mittels Lasergravur auf der Schale, welche konventionelle Sticker zur Deklaration ersetzt - können jährlich rund 51 Tonnen Kunststoff eingespart werden. Mit der Inbetriebnahme einer Natural Branding-Anlage im Burgenland im Frühjahr 2019 hat Hofer die Weichen gestellt, um das Angebot an gebrandeten Produkten noch weiter auszubauen.

Fokus auf Recyclingfähigkeit

Wenn Verpackungen nicht gänzlich vermieden werden können, kommen bei Hofer - wo immer möglich - alternative oder besonders recyclingfähige Verpackungsmaterialien zum Einsatz. Bei den BIO-Marken „Zurück zum Ursprung“ und „Natur Aktiv“ werden z. B. biogene Netze aus Holzfaser bei einigen BIO-Produkten wie Kartoffeln oder Zwiebeln sowie kompostierbare Zellulosefolie bei zahlreichem BIO-Obst und -Gemüse verwendet. Zukünftig wird auch bei konventioneller Ware verstärkt auf Verpackungsmaterial aus Zellulose gesetzt. Zusätzlich spart der Diskonter mit Kartontassen bei Suppengemüse und Porree jährlich etwa 70 Tonnen an herkömmlichen Kunststoff ein. Insgesamt werden bereits rund 40 % der Obst- und Gemüseartikel entweder lose oder in ökologischer Verpackung (z. B. holzbasierte Verpackungen wie Papier oder Zellulose mit Zertifizierung) angeboten. Zudem sind seit Juli 2019, nach einer mehrmonatigen Testphase in ausgewählten Filialen, kompostierbare Obstknotenbeutel in ganz Österreich als Alternative zu herkömmlichen Kunststoff-Obstknotenbeuteln erhältlich. Diese sind biologisch abbaubar sowie kompostierbar und können dadurch nach dem Einkauf zum Sammeln und Entsorgen von Biomüll weiterverwendet werden. Seit Jahresbeginn sind zudem auch wiederverwendbare Mehrwegnetze für Obst und Gemüse dauerhaft erhältlich.

Die BIO-Exklusivmarke „Zurück zum Ursprung“ setzt auch abseits von Obst und Gemüse auf nachhaltige Verpackungsinnovationen: Seit Anfang 2019 sind ausgewählte BIO-Teigwaren in Papier- anstatt im Plastikbeutel erhältlich, nur wenige Monate später wurden bei vier BIO-Molkereiprodukten die Plastikdeckel gestrichen und im Herbst 2019 wurde der Rezyklat-Anteil bei den „Zurück zum Ursprung“-Mineralwasserflaschen auf 100 % erhöht. Diese Maßnahmen ersparen der Umwelt insgesamt 600.000 Plastikbeutel und knapp 360 Tonnen Plastik pro Jahr. Darüber hinaus finden Hofer Kunden seit 13. Jänner mit der Ursprungs-Heumilch von „Zurück zum Ursprung“ die bisher nachhaltigste Milch des Diskonters im Kühlregal. Die klimaneutrale, ungebleichte Verpackung ohne Plastikverschluss spart im Vergleich zu einem herkömmlichen Getränkekarton rund die Hälfte der Treibhausgasemissionen ein.

Wiederverwenden statt verschwenden

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Mehrweglösungen. Plastiktragetaschen sind bei Hofer bereits seit Anfang 2017 Geschichte. Seither können Kunden auf ein besonders günstiges Angebot an Mehrweg-Tragetaschen zurückgreifen, welches kontinuierlich ausgebaut wird. Dadurch werden rund 300 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart. Im Sinne des Mehrweg-Gedankens bietet Hofer regelmäßig mehrere wiederverwendbare Produkte als Aktionsartikel an, wie z. B. Stieleisformen, Silikondeckel als Alternative zu Plastikdeckel bei Milchprodukten oder Mehrwegbecher für unterwegs.

Logo kennzeichnet künftig optimierte Verpackungen

Für alle Hofer Kunden ist es seit letztem Jahr noch einfacher, Kaufentscheidungen im Sinne der Nachhaltigkeit zu treffen: „Mit unserer ‚Verpackungsmission‘ realisieren wir vielfältige Maßnahmen im Einkauf, in der Logistik und im Verkauf, um den Verpackungsmüll entscheidend zu reduzieren. Darüber hinaus setzen wir aber auch auf Transparenz und Bewusstseinsbildung, denn als Unternehmen mit großer Affinität für Nachhaltigkeitsthemen können wir dazu beitragen, dass auch unsere Kunden für die Verpackungsthematik sensibilisiert werden. Daher sind Produkte mit optimierten Verpackungen, wie z. B. Plastikreduktion, Verpackungen aus Holzfaser oder aus Recyclingmaterial sowie Nachfüllpacks, mit dem ‚Hofer Verpackungsmission‘-Logo gekennzeichnet. Dadurch sind umweltfreundlichere Verpackungsmaterialien für unsere Kunden noch schneller ersichtlich“, erklärt Hofer Generaldirekter Horst Leitner.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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