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Kritische Stoffe können die Umwelt als auch den Körper unnötig belasten - Hofer verbannt diese Stoffe deshalb aus seinen Kosmetik-Produkten.

Hofer verzichtet auf kritische Stoffe

12.10.2015

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ hat sich Hofer dazu entschlossen bei sämtlichen Kosmetik- und Pflegeprodukte der Eigenmarken konsequent auf eventuell hormonell wirksame Substanzen sowie Mikroplastik zu verzichten.

Sie wirken womöglich ähnlich wie Hormone und stecken in alltäglichen Pflegeprodukten wie Duschgels, Shampoos, Hautcremen, Zahnpasten oder Peelings: Die Rede ist von chemischen Substanzen, die konservieren und gleichzeitig Haut und Haar geschmeidig machen sollen. Studien zufolge stehen diese Stoffe jedoch unter Verdacht, den Körper unnötig zu belasten – ein Umstand, den auch die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 in ihrem jährlichen Kosmetik-Check thematisiert. Deshalb schlägt Hofer im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ gemeinsam mit seinen Lieferanten neue Wege ein und verzichtet bei allen Kosmetik- und Körperpflegeprodukte der Eigenmarken - die über 70 Prozent von diesem Sortiment ausmachen - auf hormonähnliche Substanzen. Konkret handelt es sich um die Inhaltsstoffe Parabene, Triclosan, Ethylhexyl Methoxycinnamate, 4-Methylbenzylidene Camphor, 3-Benzylidene Camphor, Benzophenone-1, -2, -3, Cyclomethicone, Borsäure, Hydroxycinnamic Acid, Dihydroxybiphenyl und Butylhydroxyanisol. Zusätzlich sieht Hofer davon ab, Diethylphthalat - bei Pflegeprodukten gebräuchlich als Vergällungsmittel von Alkohol - einzusetzen.

Änderung der Rezepturen abgeschlossen
Um die Reinigungswirkung von Seifen und Peelingprodukten zu verstärken, werden oft winzigste Partikel aus Kunststoff - so genanntes Mikroplastik - eingesetzt. Dieses ist im Abwassersystem jedoch schwer abbau- und filtrierbar, weshalb es in die Nahrungskette gelangt. Getreu dem Spruch von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ verzichtet Hofer daher ab sofort im gesamten Eigenmarken-Sortiment seiner Kosmetik- und Körperpflegeprodukte auf die Verwendung von Mikroplastik. Stattdessen kommen nur mehr Peelingkörner natürlicher Herkunft - wie etwa Aprikosenkerne - zum Einsatz. Diese erzielen den gewohnten Reinigungseffekt, schonen aber die Umwelt. Den Verzicht auf etwaige kritische Stoffe in Kosmetikprodukten hat Hofer in einer eigenen Einkaufspolicy verankert. Seit Einführung dieser Leitlinie bereits zu Jahresende 2014 werden neue Verträge für Eigenmarken-Produkte ausschließlich mit Lieferanten abgeschlossen, deren Rezepturen frei von den genannten, möglicherweise kritischen Substanzen sind. Die Umstellung auf neue Rezepturen, die teilweise in aufwändigen Prozessen durch die Lieferanten entwickelt werden mussten, ist mittlerweile zu 100 Prozent abgeschlossen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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