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Hofer ist an elf ehemaligen Zielpunkt-Standorten interessiert

Hofer will 11 Zielpunkt-Märkte

27.01.2016

Diskonter Hofer will elf Filialen des insolventen Mitbewerbers Zielpunkt übernehmen. Ein entsprechender Antrag wurde am Dienstag bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eingereicht.

In Summe stehen jetzt hundert Filialen zur Weiterführung auf der Liste. Rewe International AG hat Interesse an 30, Dennree (denn’s) an 7 und Hofer an 11 Standorten. So stehen in Summe noch 52 Standorte zum Verkauf.

Die Verwertung der Filialen der insolventen Lebensmittelkette Zielpunkt verzögert sich. Ex-Chef Georg Pfeiffer mischt als Eigentümer der Immobilien bei der Vergabe mit und will das Maximum bei Kaufpreisen und Mieterlösen herausholen, wie die „Wiener Zeitung“ (Dienstag) berichtet. Der oberösterreichische Unternehmer kaufte Zielpunkt 2014, Ende November 2015 schickte er die Handelskette in Konkurs.

Nun sei Pfeiffer dabei, die erworbenen Liegenschaften zu verwerten. Da die Pfeiffer GmbH nichts mehr mit Zielpunkt zu tun habe, steuere der Unternehmer nun die Vergabe über die Mietbedingungen für künftige Betreiber mit, so die Zeitung. Der ursprüngliche Zeitplan, bis Ende Jänner über die Vergabe zu entscheiden, sei nicht mehr zu halten.

120 Märkte werden übernommen

Von 232 Zielpunkt-Filialen werden nur 120 übernommen. Die Handelsketten Rewe, Spar, Hofer, Denn‘s und Lidl haben bereits Interesse bekundet. Das Closing für die Übernahme von 76 Standorten soll Ende nächster Woche stattfinden. Es gibt teils Kauf- und teils Mietinteresse.

Die 112 Filialen, die keinen Interessenten fanden, werden nun in Auktionen bis Ende Februar versteigert. Dabei gehe es vor allem um die Inneneinrichtung, aber auch um die Nutzung der Zweigstelle insgesamt. Wenn Ketten wie McDonald‘s höhere Mieten für ein Objekt bezahlten, schauten die Handelsketten durch die Finger, heißt es in der Zeitung. Gut für Georg Pfeiffer, bedeutungslos für die Konkursmasse – die Gläubiger des insolventen Unternehmens haben nichts davon. Die größten Gläubiger von Zielpunkt sind die eigenen Mitarbeiter mit ihren Gehaltsansprüchen.

Abwicklung läuft planmäßig

Pfeiffer hatte erst Anfang November 68 Zielpunkt-Filialen vom damaligen deutschen Eigentümer Tengelmann gekauft. Zu diesem Zeitpunkt habe er nach eigenen Angaben noch nicht gewusst, dass er die Finanzierung von Zielpunkt Ende November einstellen würde.

Der Geschäftsführer der oberösterreichischen Pfeiffer Holding, Erich Schönleitner, weist den in Medien kolportierten Vorwurf von Verzögerungen im Abwicklungsprozess der insolventen Lebensmittelhandelskette Zielpunkt entschieden zurück. „Die Verfahrensdauer kommt aus der Anmeldung und der Prüfphase bei der Bundeswettbewerbsbehörde heraus – das ist der normale Prozess“, sagte Schönleitner zur APA.

Zielpunkt-Masseverwalter Georg Freimüller dementierte gegenüber der APA ebenfalls allfällige Verzögerungen von Seiten Pfeiffers im Verwertungsprozess. „Es gibt ein gutes Einvernehmen und eine gute Zusammenarbeit mit der Pfeiffer-Gruppe“, betonte er.

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