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Die hohen Mauttarife treffen im Endeffekt den Handel und damit schlussendlich die Konsumenten

„Hohe Straßenmaut in Österreich ist hausgemachter Preistreiber“

07.05.2018

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich übt Kritik an der hohen Mautbelastung in Österreich und der mangelnden Transparenz bei den Erlösen aus der Maut für Lkw und Busse.

Die Wirtschaftskammer Österreich geht davon aus, dass in Österreich die Mauterlöse aus dem Lkw-Verkehr (Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen) die Infrastrukturkosten für die Autobahnen und Schnellstraßen, die diesen Fahrzeugen zuzurechnen sind, übersteigen.  „Oder anders ausgedrückt: „Die Maut auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist zu hoch“, sagt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ. „Denn auch bei der Maut gilt: Allzu viel tut gar nicht gut.“

Unnötige Verteuerung der Waren

Das legen Untersuchungen und Analysen zur Straßenmaut in Österreich nahe, die von der Prognos AG und dem Zentrum für integrierte Verkehrssysteme (ZIV) im Auftrag der Bundessparte Transport und Verkehr der WKÖ, des Fachverbandes für das Güterbeförderungsgewerbe sowie der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer Österreichs (AISÖ) durchgeführt wurden. „Die Mautbelastung auf Österreichs Straßen ist ein hausgemachter Preistreiber, der Waren unnötig verteuert“, erklärt Handelsobmann Buchmüller. Denn: Zu hohe Mauttarife treffen nicht nur die Verkehrswirtschaft, sondern den Handel genauso. „Und damit auch die Konsumenten“, ruft der Branchensprecher des heimischen Handels in Erinnerung, der die Initiative der heimischen Verkehrswirtschaft zur Maut-Reduktion in Österreich unterstützt.

Geheimniskrämerei bei Berechnungen

Nicht nachvollziehbar und ebenfalls Anlass für Kritik ist für Buchmüller auch die Tatsache, dass in Österreich der Einblick in die Mauttarifberechnungen sowie in die ihnen zugrundeliegenden Daten verwehrt ist. „Im Gegensatz dazu sind in Deutschland und der Schweiz die Wegekostenrechnungen beziehungsweise die Grundlagen für die Mautberechnung öffentlich zugänglich - und damit auch Gegenstand fachwissenschaftlicher, aber auch gerichtlicher Auseinandersetzungen.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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