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vlnr.  z.l.ö-Generalsekretär Ing. Mag. Johann Kofler-Mair, z.l.ö.-Vizepräsidentin Bundesspartenobfrau (Handwerk und Gewerbe) Ing. Renate Scheichelbauer-Schuster, z.l.ö.-Präsident Generaldirektor DDr. Werner Steinecker, MBA, Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (Leiter market institut), z.l.ö.-Gründungsmitglied Mag. Viktor Sigl, MBA)

Initiative zur Eindämmung des Fachkräftemangels

22.10.2018

Wirtschaftstreibende aus ganz Österreich (z.B.: Hofer, Energie AG Oberösterreich, KTM AG oder die Fritz Egger GmbH) haben sich zur privaten und unabhängigen Initiative „z.l.ö. zukunft.lehre.österreich.“ zusammengeschlossen. Ziel ist die Aufwertung des gesellschaftlichen Ansehens der Lehre in Österreich.

„Wir müssen den Lehrlingsanteil in Österreich auf über 50 Prozent anheben, um Milliarden an Produktivitätsverlusten in Zukunft zu vermeiden!“, fordert Werner Steinecker, MBA, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich und Präsident der Initiative. Als größte Herausforderung, zu deren Überwindung die Initiative „z.l.ö. – zukunft.lehre.österreich“ gegründet wurde, identifiziert er den aktuellen gesellschaftlichen Stellenwert der Lehre. Gerade für den Industriestandort Österreich stellen dadurch drohende Fachkräftemangel und die sinkenden Lehrlingszahlen eine große Gefahr dar. 

z.l.ö.: Eine gesamtgesellschaftliche Initiative

Die Initiative z.l.ö. setzt sich aus führenden Wirtschaftsunternehmen und -treibenden zusammen. Ihr umfassendes Netzwerk besteht aus Partnern aus allen Bereichen von Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft und soll in weiterer Folge durch Bundesländer-Niederlassungen flächendeckend in ganz Österreich vertreten sein. Gegründet wurde sie im Jänner 2018, unteranderem von der KTM AG, der Energie AG Oberösterreich, Fritz Egger GmbH, Hofer KG, Haidlmair GmbH, Becom Electronics GmbH, Elektro Schuster, Hotel Brückenwirt und einigen mehr. Ihr Ziel ist es, den drohenden Fachkräftemangel in Österreich soweit als möglich einzudämmen und die Lehre wieder zur attraktivsten Ausbildungsform zu machen. Das will dieInitiative durch großflächige Imagekampagnen, die Formation einer Perspektivengruppe und dieImplementierung eines Lehrstuhles an der Johannes Kepler Universität erreichen. Um das Vorhaben der Initiative weiterhin zu stärken, sind auch alle Unternehmen und Lehrlingsausbilder, die selbst Lehrlinge ausbilden und ausbilden wollen, sowie ehemalige Lehrlinge herzlich willkommen sich dem Programm anzuschließen. Eine Ähnliche Initivate mit dem Bezug zur Lehre im Handel („Eine Lehre im Handel. Mitten im Leben. Karriere machen“ ) wurde kürzlich auch von der WKÖ ins Leben gerufen. 

Eine Lehre öffnet Türen

Das Lehrberufe hierzulande nicht gerade als attraktiv gelten bestätigt auch eine aktuelle Studie vom market Institut, laut der die Jugend im Studium deutlich die besten Karrierechancen, bei der Lehre hingegen ist man skeptisch. Knapp 37 Prozent der Österreicher sehen Lehrlinge und die Lehre als zu wenig geschätzt in der Gesellschaft an. Spannend sind auch die regionalen Unterschiede: Während in Salzburg, Tirol und Vorarlberg nur 21 Prozent der Jugendlichen die Lehre als weniger attraktiv einschätzen, sind es in Wien knapp 60 Prozent. Die Zahlen steigen, und bestätigen einen nationalen Trend: Lediglich ein Viertel der befragten Jugendlichen stuft die Lehre als sehr attraktiv ein. Gemessen an den Erfahrungen gelernter Facharbeiter ist diese Einschätzung jedoch falsch, wie weitere Ergebnisse der Studie zeigen: Jugendliche wünschen sich unter anderem ein interessantes Tätigkeitsfeld, ein angenehmes Betriebsklima sowie ansprechendes Gehalt. Genau das bietet die Lehre“, erklärt Studien-Leiter Werner Beutelmeyer.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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