Direkt zum Inhalt

Interlingua: Die Zukunft gehört Multilanguage Marketing!

25.02.2010

Ludwig Wittgensteins Feststellung "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" gilt auch für viele Online-KäuferInnen. Aktuelle Studien zeigen deutlich: Multilanguage Marketing gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen grenzenlos erfolgreichen Online-Handels.

Immerhin jeder dritte Österreicher hat 2008 laut Eurobarometer-Studie online eingekauft, womit Österreich allerdings deutlich hinter anderen EU Staaten liegt. Im EU-Durchschnitt wuchs der Online-Handel 2008 um beachtliche sechs Prozent. Die Studie zeigt jedoch auch eine deutliche geografische Segmentierung, bedingt vor allem durch weit verbreitetes Misstrauen gegenüber Händlern aus anderen EU-Staaten. Denn obwohl ein Drittel der Befragten angab, prinzipiell Waren aus anderen Ländern einkaufen zu wollen, taten dies 2008 nur sieben Prozent. Das bedeutet eine Beinahe-Stagnation im internationalen Online-Handel gegenüber 2006 (sechs Prozent).

Um diesem Trend entgegenzuwirken, sollten Online-Händler verstärkt auf vertrauensbildende Maßnahmen setzen. Dazu gehört auch, den KonsumentInnen ihre Unsicherheit so weit wie möglich zu nehmen; Verständnisprobleme gleich gar nicht erst entstehen zu lassen, ist eine wesentliche Grundlage dafür. "Moderne Transport- und Kommunikationsmittel haben die Welt zwar näher zusammenrücken lassen - Inbegriff und Symbol dieser Entwicklung ist das Internet. Doch noch immer bilden Sprachbarrieren unsichtbare Grenzen, die einen maßgeblichen Einfluss auf Kaufentscheidungen haben, auch im Web. Vor diesem Hintergrund werden Übersetzung und Lokalisierung - also die Berücksichtigung formaler und kultureller Besonderheiten der Zielsprache - zu zentralen Mitteln, um Konsumenten zu erreichen, zu überzeugen und langfristig zu binden", betont Mag. Sabine Kern, Geschäftsführerin Interlingua Language Services.

Eine Studie des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Common Sense Advisory aus dem Jahr 2006 zeigt diese unsichtbaren Grenzen auf und belegt, wie groß der Einfluss von Sprache auf das Kaufverhalten ist. So gaben 52 Prozent der 2.400 befragten Online-KäuferInnen aus acht Staaten an, nur auf Websites zu kaufen, die in ihrer Muttersprache verfasst sind - in Japan und Frankreich lag dieser Wert sogar bei über 60 Prozent. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Online-Shops und der scheinbar (geografisch) unbegrenzten Möglichkeiten, die sie eröffnen, überaus brisante Zahlen. Interessant für Unternehmen, die dennoch vor den Kosten zurückschrecken: 64 Prozent der StudienteilnehmerInnen gaben an, bereit zu sein, mehr für ein Produkt zu zahlen, wenn die Informationen dazu für sie verständlich sind. "Die eigene Sprache gibt den Menschen ein Gefühl der Sicherheit. Probleme mit sprachlichen Ambiguitäten und kulturell bedingte Missverständnisse können durch professionelle Übersetzung und Lokalisierung minimiert werden. Aus der Studie geht übrigens auch klar hervor, dass diese Art der Sicherheit umso entscheidender ist, je teurer Anschaffungen oder langfristiger Investitionen sind", analysiert die Expertin.

Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass Übersetzung und Lokalisierung wichtige Bestandteile eines überzeugenden, Sprachgrenzen überschreitenden Unternehmensauftritts und Marketings sind. Und das gilt selbstverständlich nicht nur für den Auftritt im Web.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung