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„Jetzt fehlt uns nur noch der ‚Käse-Kaiser‘“

08.02.2008

Alois Siegl, Extra-Nah&Frisch-Kaufmann im steirischen Gratwein, ist äußerst erfolgreich mit dem Handwerkszeug der Kaufleute: persönliche Anwesenheit, Qualität, Sauberkeit und Freundlichkeit der Mitarbeiter. Trotz namhafter Konkurrenz rundherum steigert Siegl kontinuierlich seine Umsätze.

Alois Siegl hat im Jahr 2005 den „Goldenen Merkur“ von LK-Handelszeitung erhalten und kurz darauf auch die Erweiterung seines Marktes von 400 auf 600m² abgeschlossen.
„Die Region rund um unser Geschäft war früher eine Adeg-Hochburg. Ich selbst war seit der Übernahme des elterlichen Geschäftes im Jahr 1972 ebenfalls Adeg-Kaufmann. Aber die Zeiten haben sich geändert, ich musste mich nach neuen Perspektiven umschauen.“ Die KIG hat ihm schließlich den heutigen Standort am Ortsrand angeboten. Das war ein ehemaliger Landmarkt, der größtenteils von Nah&Frisch beliefert worden war.
Siegl hat zugegriffen, und seit dem 1. März 1999 firmiert er unter dem Nah&Frisch-Dach. Den Beruf hat der 55-jährige Steirer von klein auf gelernt, denn schon die Eltern hatten ein Lebensmittelgeschäft im Ortszentrum.

Umsatz vervielfacht
Nach der Übernahme des Standortes am Gratweiner Bahnhofsplatz 1 ging es steil bergauf. Im Umkreis von etwa einem halben Kilometer sind zwar zwei Spar-Märkte, der Diskonter Hofer und auch eine Lidl-Filiale angesiedelt, etwas weiter weg ein Unimarkt, Penny und Billa. Dennoch konnten Kundenfrequenz und Umsatz kontinuierlich gesteigert werden. „Ohne die Unterstützung der Familie wäre das nicht möglich“, sagt Siegl. Gattin Ilse, die an der Universität in Graz tätig ist, hilft ebenso im Geschäft aus, wie einer der beiden Söhne. „Und einen großen Anteil am Erfolg haben unsere Mitarbeiter“, betont der Chef. 22 sind es, davon 4 Lehrlinge. „Lehrlinge sind die Mitarbeiter von morgen. Ich habe fast alle Lehrlinge übernommen, die ich ausgebildet habe“, ist Siegl stolz.
Von den rund 10.000 Artikeln im Geschäft zählen rund 55 % zur Frische. Siegls Kunden schätzen das vielfältige Sortiment – so führt Siegl z. B. mehr als 70 Sorten Zotter-Schokolade –, die Bauernecke und die überdimensional große Brot- und Gebäckabteilung mit 2 Backöfen. Rund 1.500 Stück werden hier täglich fertig gebacken. Das ausgesuchte Weinsortiment, Frischfleisch und Frischfisch (von Donnerstag bis Samstag) sind weitere Kundenmagneten.
„Beim Fleisch, das noch großes Potenzial hat, ist es unabdingbar, dass man zur richtigen Zeit das passende Angebot hat. Denn 9 von 10 Kunden entscheiden direkt vor der Theke, was sie kaufen werden“, plaudert Siegl aus der Schule.
Als Vollkonzentrierer sieht er sich bei Pfeiffer Süd „bestens aufgehoben“.
Die Bio-Zertifizierung der Brot- und Gebäckabteilung ist vor kurzem abgeschlossen worden. Dann darf Siegl mit Bio-Produkten aus diesem Segment auch auf seinen rund 5.000 Flugblättern werben. „Die rund 12 bis 15 Brot- und Gebäcksorten, die wir hier anbieten, müssen separat platziert werden. Unsere Kunden haben vom Start weg dieses Angebot begeistert angenommen“, erzählt der Kaufmann.

Ehre, wem Ehre gebührt
„Mit Aktionen wie Schaukochen, Verkostungen von Wein, Käse, Süßigkeiten oder Gewinnspielen können wir immer wieder neue Kunden gewinnen“, freut sich Siegl. Einen Eindruck vom Leistungsvermögen des Teams geben am besten die vielen Preise, die der Extra Nah&Frisch-Markt Siegl in den vergangenen Jahren erringen konnte: Vom Stift Schlier­bach wurde der „Kaufmann für Genießer“ für vorbildliche Käsepräsentation vergeben, die ZEV Markant übergab schon zwei Mal den „Markantitio“ für ausgezeichnete Wettbewerbsfähigkeit, und in Anerkennung der Verdienste bei der Umsetzung wirtschaftspolitischer Ziele überreichte Landeshauptfrau Waltraud Klasnic den „Steirischen Unternehmerpanther“ an den Unternehmer. Der „Goldene Merkur“ bedeutet den Höhepunkt der Auszeichnungen. Im Jahr 2007 kamen noch eine Medaille vom „Genuss-Guide“ und die Nominierung für den „Lukullus“ hinzu. „Nur der Käse-Kaiser fehlt uns noch, aber wir arbeiten daran“, schmunzelt Siegl.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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