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Joghurtpreise unanständig

31.08.2005

Die IG-Milch, eine Interessensgemeinschaft von rund 4.500 Milchbauern, wirft der Handelsgruppe Edeka/Adeg/Magnet vor, Joghurt zu Schleuderpreisen zu verkaufen und mit dieser "unanständigen" Aktion die Erzeuger-Milchpreise weiter zu drücken. In einem offenen Brief an die Geschäftsführung der Edeka/Adeg/Magnet-Gruppe droht die IG-Milch mit flächendeckenden Protesten gegen den Konzern, falls es weitere Preisaktionen dieser Art geben sollte.

Edeka/Magnet habe in der Woche vom 18. bis 24. August ein Fruchtjoghurt der deutschen Molkerei Bauer um 9 Cent pro 150-Gramm-Becher verkauft - das entspreche dem Preis von Ferkelfutter, heißt es in dem Brief. Mit diesem Preis könnten gerade die Kunststoff-Verpackung und der Transport des Joghurts bezahlt werden, aber nicht die Herstellung.

"Die Verschleuderung von Milchprodukten ist eine Missachtung der Arbeit Lebensmittel produzierender Landwirte und auch der Arbeit in heimischen Molkereibetrieben", so die Kritik der Milchbauern.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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