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Kaffee

17.07.2002


Seit dem Ende der Türkenbelagerung gibt es in Österreich Kaffee. Mehr als vielfältig sind die verschiedenen Kaffee-Variationen und die Kaffee-Bezeichnungen:

Neue Zubereitungsarten, neue Produktangebote und ein neues Qualitätsbewußtsein beleben den Kaffeemarkt. Die jahrhundertealte Kaffeetradition hat hierzulande für eine enorme Vielfalt gesorgt. Aus Kaffee ist aber immer mehr ein modernes Genuß-Getränk geworden. Das oberste Gebot lautet: Die Trends nicht nur rasch erkennen, sondern auch umsetzen.

In einem sind sich Händler und Hersteller absolut einig: Ohne ein abgerundetes Kaffee-Angebot und ohne wettbewerbsorientierte Preisaktionen ist man seinen Mitbewerbern hilflos ausgeliefert. Der Markt ist eng, wobei nur eine Handvoll erfolgreicher Kaffee-Marken den entscheidenden Einfluß hat. Die Handelsunternehmen bringen sich ihrerseits mit mehr oder weniger erfolgreichen Eigenmarken ins Spiel, um so Verkaufspreis und Ertrag in betriebswirtschaftlichen Einklang zu bringen.

Weil Kaffee ein Produkt ist, das sich im Haushalt über längere Zeit durch Vakuumverpackung gut lagern läßt, wurde es immer mehr zum erklärten Ziel von Vorratskäufen und ist fixer Bestandteil von Wochenendeinkäufen. Das verschärft die Situation an der Preisfront zusätzlich und begünstigt größere bzw. große Verkaufsflächen. Am POS kann man es mühelos nachvollziehen: Top-Kaffeemarken mit niedrigen Preisen holen die Verbraucher in die Läden. Hier treffen sich die scheinbar unwiderstehliche Erotik des Preises mit jener der prominenten Marke.
Dazu ein paar Zahlen, die erklären, warum Kaffee zu den wichtigsten LEH-Sortimenten gerechnet wird.

• Gezählte 84 Prozent aller ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren trinken Kaffee. Und sogar 64 Prozent tun es täglich!
• Der Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 8,2 Kilogramm der höchste in Europa; nur in den skandinavischen Ländern wird noch mehr konsumiert.
• Der durchschnittliche Österreicher trinkt statistisch gesehen 172 Liter Kaffee pro Jahr, was fast acht kleinen Tassen täglich entspricht.

Espresso boomt

Österreich ist ein typisches Filterkaffee-Land: 74 Prozent aller Haushalte verwenden für die Kaffee-Zubereitung (noch) traditionelle Filtermaschinen. Es gibt allerdings einen eindeutigen Trend hin zu hochwertigen Espresso-Maschinen. Und mit jährlichen Zuwachsraten von 20 Prozent geht die Entwicklung noch stärker zur Königsklasse der Kaffeezubereitung, nämlich zu den vollautomatischen Geräten. Die Espressomaschine ist zum Statussymbol jedes Haushaltes und jedes Büros geworden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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