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Kampagne des Fonds Gesundes Österreich stärkt Verantwortungsbewusstsein

22.01.2008

Aktuelle Umfragen zeigen, dass Handel und Gastronomie den Alkoholverkauf an Jugendliche deutlich stärker kontrollieren. Gleichzeitig ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen im Spital landen, zurück.

"Vor rund einem Jahr haben sich unter dem Schlagwort 'Komasaufen' die Medienberichte über Alkoholmissbrauch durch Jugendliche gehäuft. Nahezu täglich wurde über teilweise lebensgefährliche Alkoholexzesse von Jugendlichen berichtet. Als Gesundheits- und Jugendministerin habe ich diese besorgniserregende Entwicklung sofort zum Anlass genommen, um die Situation zu analysieren und gemeinsam mit dem Fonds Gesundes Österreich die Kampagne 'Nachdenken statt Nachschenken' zu starten", so die Präsidentin des Fonds Gesundes Österreich, Gesundheits- und Jugendministerin Dr. Andrea Kdolsky.

Im Rahmen einer Pressekonferenz zog sie gestern eine positive Bilanz: "Durch den Vergleich von zwei repräsentativen Umfragen wird deutlich, dass die Abgabe von Alkohol an Jugendliche strenger kontrolliert wird: Während 2006 nur 34% der Jugendlichen berichten, dass Gastronomen die Altersgrenze beim Alkoholverkauf "teilweise", "oft" bzw. "immer" kontrolliert haben, waren es Anfang 2008 42%. Die erfreuliche Tendenz zeigte sich auch im Handel, wo die Werte im selben Zeitraum von 56% auf 62% anstiegen. Gleichzeitig belegen Zahlen meines Ministeriums, dass die Zahl der Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen in Spitäler eingeliefert wurden, um über 20% zurück ging." Verglichen wurden dabei die Einlieferungszahlen der ersten 5 Monate nach Start der Kampagne (Juni-Oktober 2007) mit denen der 5 Monate vor dem Kampagnenstart (Jänner-Mai 2007).

Die Kampagne fand bei der Bevölkerung ein sehr positives Echo: 85% benoten die Intention mit "Sehr gut" bzw, "gut". Auch verschärften Kontrollen in Gastronomie und Handel - die in der Gewerbeordnung schon umgesetzt wurden - stimmen zwei Drittel der Landsleute zu.

"Alkoholmissbrauch von Jugendlichen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das 33% der Bevölkerung aus dem Familien- oder Bekanntenkreis kennen. Unseren Weg, das Umfeld der Jugendlichen durch ein breites Bündel von Maßnahmen zu verändern, sehen 93% der Österreicherinnen und Österreicher als den richtigen Weg." erläutert Mag. Christoph Hörhan, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich die Strategie der Kampagne.

Die Bewusstseinsänderung der Verantwortlichen vor Ort wäre ohne das außerordentliche Engagement von Österreichs Wirtschaft nicht möglich gewesen. Fast 3600 Handelsbetriebe und 1900 Tankstellen haben sich verpflichtet, auch zukünftig ihre Unternehmenspolitik an der "Nachdenken statt Nachschenken"-Charta für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu orientieren. Die Charta wurde von den Handelsunternehmen ADEG, BILLA, Hofer, Lidl, MPREIS, Nah&Frisch und Zielpunkt und den Mitgliedsunternehmen des Fachverbands der Mineralölindustrie (AGIP, BP, CONOCO-PHILLIPS, ESSO, MOL, OMV, SHELL) unterschrieben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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