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Kampf um besten Preis: Edeka gegen Nestle

21.02.2018

Im deutschen Lebensmittelhandel wird es spannend. Denn laut deutschen Medien hat Edeka Schritt für Schritt begonnen Nestle-Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Ziel dieser Strategie ist die Durchsetzung besserer Einkaufskonditionen.

Für die meisten Konsumenten vermutlich kaum vorstellbar, aber Wagner Pizza, Néscafe und Maggi, werden in Edeka-Regalen bald nicht mehr zu finden sein. Deutschlands größter Lebensmittelhändler streicht rund 160 Produkte des Konzerns aus seinem Angebot. In Branchenkreisen hieß es, beide Seiten ließen die Muskeln spielen, um im Preiswettbewerb die Oberhand zu behalten.

Im Streit mit Nestle steht Edeka aber nicht alleine da. Rückendeckung bekommt die Supermarktkette von anderen Mitgliedern der europäischen Händlerallianz Agecore: Intermarche, Coop Schweiz, Conad, Eroski und Colruyt. Coop-Sprecher, gab der schweizer Handelszeitung bekannt, dass sie einen Bestellstopp von über 150 Artikeln veranlasst haben.

Ungewöhnlich ist dieses Verhalten der Branchenriesen nicht. Ähnliches spielte sich bereits 2015 im deutschen Handel ab. Wenn Kunden damals bei Real nach Produkten der Marke Dr. Oetker, Nestle oder Müller Milch suchten, mussten sie mit leeren Händen gehen. Zuvor hatte auch Lidl, das Getränk Coca Cola für 2 Monate aus dem Sortiment genommen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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