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Gegenüber 2015 stieg 2016 die Kaufkraft der Österreicher um etwas 37 Euro im Monat

Kaufkraft der Österreicher um 2,2 Prozent gestiegen

15.05.2017

2016 verfügten die Österreicher, laut den Erhebungen von RegioData Research, über eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.095 Euro pro Kopf und Jahr und damit um nominell  449 Euro mehr als im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Inflation bleiben damit etwa 37 Euro/Monat mehr als im Vorjahr übrig. Das ist der höchste Wert seit immerhin vier Jahren. Aktuell zeichnet sich auch ein kleines Plus für 2017 ab.

Im europäischen Vergleich hält Österreich den 8. Rang, nachdem es im Jahr zuvor von Dänemark und Island überholt werden konnte. Betrachtet man nur die Eurozone, macht das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg. An der Spitze selbst hat es keine Veränderung gegeben: Die Schweizer sind mit Abstand die reichsten Europäer. Sie haben mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von umgerechnet etwa 39.000 € die Luxemburger mit „nur“ etwa 33.500 € klar überholt – auch dank des starken Schweizer Frankens. Einem durchschnittlichen Schweizer stehen somit fast doppelt so viel Geldmittel zur Verfügung wie einem Österreicher. An dritter Stelle befindet sich unverändert Norwe-gen. Großbritannien musste deutliche Kaufkraftverluste hinnehmen, vor allem bedingt durch den veränderten Wechselkurs.

Höchste Kaufkraft in Salzburg

Die durchschnittliche nominelle Kaufkraft (= alle Einkünfte aus unselbständiger Arbeit, selbständiger Arbeit, Transferzahlungen, Kapitalvermögen, etc.; abzüglich Steuern und Sozialversicherung) in Österreich ist seit dem letzten Jahr um rund 2,2 Prozent gestiegen, die Kaufkraft beträgt im Moment 21.095 Euro pro Kopf. Das Jahr zuvor waren es noch um 449 Euro weniger. Betrachtet man die absolute Kaufkraft je Einwohner in Österreichs Bundesländern, so hat sich an der Rangreihung nicht allzu viel verändert: Salzburg hatte im Jahr 2016 die höchste Kaufkraft (€ 21.886), knapp gefolgt von Niederösterreich. Das kaufkraftschwächste Bundesland Österreichs bleibt nach wie vor Kärnten mit einer absoluten Kaufkraft von 19.792 Euro pro Kopf im Jahr.

Regionale Unterschiede werden geringer

Die fünf kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie letztes Jahr. Wien Innere Stadt ist zwar auch weiterhin mit großem Abstand der kaufkräftigste Bezirk, die Zuwächse sind allerdings schwächer als im Bundesdurchschnitt. Die kaufkraftschwächsten Bezirke liegen in Wien (20. Bezirk, Brigittenau und der 15. Bezirk, Rudolfsheim-Fünfhaus), Osttirol und der Steiermark.  Langfristig betrachtet, werden die regionalen Unterschiede bei der Kaufkraft geringer. Die Gründe dafür liegen einerseits in der kontinuierlich steigenden Bedeutung der – eher ausgleichenden - Transferzahlungen und der geringeren Abwanderung aus den peripheren ländlichen Gebieten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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