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Kaufkraft in Österreich 2007

09.01.2008

Das nominelle Kaufkraftvolumen der österreichischen Bevölkerung belief sich auf etwa 122 Mrd. Euro, was einer Kaufkraft pro Kopf von etwa 15.100 Euro und pro Person ab 15 Jahren von etwa 18.230 Euro entspricht. Damit ist die Kaufkraft in Österreich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2% gestiegen.

Obwohl Wien so wie in den Vorjahren auch heuer wieder Kaufkraftverluste zu verzeichnen hatte, ist das Wohlstandsniveau der Bundeshauptstadt als Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Österreichs mit 109,7 nach wie vor traditionell das höchste Österreichs. Wien hat jedoch so wie auch in den vergangenen Jahren nur eine geringfügige Entwicklungsdynamik, die sich auch in einer rückläufigen persönlichen Kaufkraft manifestiert.

Niederösterreich konnte die Kaufkraft weiter erhöhen und liegt nun bei der einwohnerbezogenen Kaufkraft bei einem überdurchschnittlichen Niveau von 101,9. Aus den innerregional starken strukturellen Unterschieden in Niederösterreich resultiert auch eine stark differierende Kaufkraft in diesem Bundesland. Die Regionen rund um Wien, vor allem jene im Süden Wiens, zählen zu den wirtschaftsstärksten Österreichs. Die Nähe zur Bundeshauptstadt und die damit verbundenen Standortvorteile begünstigen die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region. Die nördlichen Bezirke Zwettl und Waidhofen/Thaya bilden nach wie vor die Schlusslichter beim Wohlstandsniveau.

Oberösterreich konnte wieder an Kaufkraft zulegen und erreicht mit 97,6 etwa das Niveau von 2004, das jedoch weiterhin deutlich unter dem Österreichdurchschnitt liegt. Siedlungs- und Arbeitszentren Oberösterreichs sind die Landeshauptstadt und die Stadt Wels, die auch nach wie vor Spitzenreiter beim Wohlstandsniveau sind.

Die Steiermark konnte den positiven Trend weiter fortsetzten und liegt nun bei 91,3 deutlich über dem Wohlstandsniveau in Kärnten. Vor allem die Landeshauptstadt - als Wirtschaftsschwerpunkt des Bundeslandes - verzeichnet starke Zugewinne und pendelt sich nun bei einem Kaufkraftniveau von 125,2 ein. Graz hat somit nicht nur das höchste steirische, sondern auch das einzig überdurchschnittliche Wohlstandsniveau dieses Bundeslandes.

Kärnten, das durch eine gemischte Wirtschaftsstruktur mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil im Dienstleistungsbereich gekennzeichnet ist, bleibt nach weiteren Kaufkraftverlusten das Schlusslicht beim österreichischen Wohlstandsniveau.

So wie im letzten Jahr hat das Burgenland wieder an Kaufkraft verloren, liegt jedoch mit einem Wohlstandsniveau von 92,4 nach wie vor deutlich vor der Steiermark. Die Kaufkraft des Burgenlandes ist durch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle geprägt, wobei das Nordburgenland zu den wirtschaftskräftigsten Gebieten des Bundeslandes zählt.

Die Stadt Salzburg zählt mit 136,2 neben einzelnen Wiener Bezirken zu den Spitzenreitern beim Wohlstandsniveau. Auch Eisenstadt zählt trotz Verluste zum Vorjahr mit 127,2 zu den Kaufkraft-Spitzenreitern. Begünstigt wird diese Landeshauptstadt nicht nur durch die Nähe zum Wiener Zentralraum und durch die verkehrsmäßige Erschließung dieser Region, sondern auch durch die Öffnung der Ostgrenzen hat Eisenstadt zum wirtschaftlichen Zentrum des Burgenlandes gemacht.

Quelle: MAKAM Market Research GmbH
www.makam.at
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Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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