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Kaufkraftschwund in Österreich?

15.01.2009

Seit 1990 ist die Kaufkraft eines durchschnittlichen Österreichers um 26 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung der Teuerung und der Abgaben durch Steuern, Sozialversicherung etc. kann sich somit im Schnitt jeder um ein Viertel mehr leisten als noch vor 18 Jahren.

Apotheken sind die Kaufkraftsieger der vergangenen Jahre!

Auch in den letzten 5 Jahren lag der Zuwachs bei knapp über 1,0 % pro Jahr - allerdings mit deutlich sinkender Tendenz.
Während der durchschnittliche Kaufkraftzuwachs 2004 real noch + 1,5 % betrug und 2006 sogar bis auf + 2,1 % anstieg, kann für das Jahr 2008 mit keinem Zuwachs mehr gerechnet werden, für 2009 sogar mit einem leichten Verlust. Erst 2010 wird es vermutlich wieder Kaufkraftsteigerungen von etwa 1,0 % geben.

Die Kaufkraft steigt - aber nicht für alle gleich

Die "Kaufkraftsieger" der letzten Jahre sind Beamte, Ärzte, Apotheker, Pensionisten und Bauern - allerdings von sehr unterschiedlichem Ausgangsniveau. Keine nennenswerten Zuwächse gab es in den letzten Jahren aber für die große Zahl der unselbständig Beschäftigten und der Selbständigen.

Die von vielen befürchtete Krise wird nur wenig Auswirkungen auf die Kaufkraft haben. Wenn man die Kaufkraftentwicklung in den vergangenen Wirtschaftskrisen bzw. Rezessionsphasen (z.B. 2001, 1994 oder die beiden Ölkrisen 1979 und 1973) betrachtet, hatten sie tatsächlich nur schwache Auswirkungen auf die Kaufkraft der Bevölkerung. Im Durchschnitt hat die jeweilige Krise nicht mehr als 1,0 % realen Kaufkraftverlust für maximal 2 Jahre bedeutet.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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