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Kaufkraftstudie in Österreich

06.09.2006

In den "Speckzonen" der Ballungsräume verdichtet sich der Wohlstand und die Kaufkraft ihrer Bewohner nimmt zu. Wer es sich leisten kann, zieht in Österreich in die Umgebung der großen Städte. Wien musste heuer durch diese Stadtflucht der Wohlhabenden zwar Abstriche hinnehmen, belegt aber weiter mit 107,1 Indexpunkten (2005: 108,7) die Spitze bei heimischen Kaufkraft. Das Bundesland Kärnten ist Schlusslicht bei der Entwicklung konsumkräftiger Schichten, trotz anziehender Kaufkraftstärke, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschers RegioPlan vom Mittwoch.

Durch die anhaltende Stadtflucht liegen die Umgebungen der österreichischen Städte wieder ganz vorne bei der Betrachtung der dynamischsten Regionen, heißt es in der Studie. Zwar vermeldete Wien im Vergleich zu 2005 einen leichten Rückgang um 1,6 Indexpunkten mit einer Kaufkraft von 107,1 Indexpunkten, das Wohlstandsniveau in der Bundeshauptstadt ist jedoch nach wie vor deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 100 Indexpunkten. So liegen die Bezirke mit den höchsten Kaufkraft-Zuwächsen rund um Wien, Graz und Linz. Die Zuwachsraten gegenüber 2005 liegen hier bei 3 bis 6 Indexpunkten.
Kärnten (inkl. Osttirol) hat im Vergleich zum Vorjahr wieder ein wenig an Boden gutmachen können, rechneten die Studienautoren vor. Mit einem Indexwert von 93,3 Punkten ist das südliche Bundesland aber nach wie vor die kaufkraftschwächste Region Österreichs.
Allgemein schrumpfen die regionalen Kaufkraftunterschiede immer weiter - ein Trend, der nun schon mehrere Jahre anhält. Zwischen dem Bundesland mit der geringsten und dem Bundesland mit der höchsten Kaufkraft liegen mittlerweile nur noch knappe 14 Indexpunkte.
1997 lagen zwischen dem im Bundesländer-Ranking schlechtplatziertesten Bundesland Burgenland und dem damaligen wie heutigen Spitzenreiter Wien fast 28 Indexpunkte. Mittlerweile haben sich die regionalen Wohlstandsunterschiede nahezu halbiert.

Während man auf Bundesländer-Ebene langfristig Richtung Wohlstand und damit Kaufkraft steuert, macht sich die Schere auf Bezirks-Niveau weiter auf. Mit Ausnahme von Vorarlberg liegen die Spannen zwischen dem reichsten und dem ärmsten Bezirk immer über 20 Indexpunkten.
Wien weist bundesweit das größte Wohlstandsgefälle Österreichs auf. Fast 140 Indexpunkte Unterschied sind zwischen den Nobelbezirken und ärmeren Stadtvierteln möglich. Die RegioPlaner orten als Gründe die Einsparungen bei den privaten Unternehmen und im öffentlichen Dienst. Auch der Zuzug kaufkraftschwacher Bevölkerungsgruppen trage zu diesem Ungleichgewicht bei.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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