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Kinder spielen bei Kaufentscheidungen innerhalb der Familie eine immer wichtigere Rolle.

Kinder an der Macht

08.09.2015

Kinder bestimmen zu einem hohen Grad mit, was Eltern kaufen, wohin die Familie auf Urlaub fährt und welches Auto angeschafft wird – das zeigt die Studie „Familien-Insights – Kaufentscheidungen in Familien“.

Wer selber Kinder hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass Kinder das Leben im großen Maße verändern. Wie sehr zeigt die aktuelle Familien-Insights-Studie: Sie lässt eindeutig erkennen, dass die Kleinen bei den Kaufentscheidungen der Eltern in allen Phasen aktiv beteiligt sind. Das gilt für die Informationssuche über die Kaufentscheidung bis hin zur Nachkaufphase. Besonders großen Einfluss haben Kinder als Impulsgeber bei der Anschaffung von Konsumgütern des täglichen Bedarfs und elektronischen Kinderartikeln sowie bei der Urlaubswahl. Beim Autokauf liefern insbesondere jüngere Kinder häufig Anregungen. Auch in der Nachkaufphase – also bei der Verwendung des Produkts und der damit zusammenhängenden Akzeptanz – spielen Kinder aufgrund ihrer neugierigen, intuitiven Herangehensweise eine große Rolle. Während für Eltern die wesentlichste Informationsquelle bei Anschaffungen das Internet ist, sind für Kinder die Empfehlungen aus dem Freundeskreis der wichtigste Ideenlieferant.

Kinder-Empfehlungen bei Lebensmitteln und Kosmetika
Dies sind die Kernergebnisse der Studie „Familien-Insights – Kaufentscheidungen in Familien“, der bislang umfassendsten Studie zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Sie wurde im Frühjahr 2015 von der österreichischen Unternehmensberatung kids & fun consulting, dem deutschsprachigen Co-Marketing-Anbieter kjero.com und dem österreichischen Online-Vermarkter Purpur Media durchgeführt. Mehr als drei Viertel der befragten Eltern gaben an, ihre Kinder bei Kaufentscheidungen um ihre Meinung zu fragen – besonders bei Produkten des täglichen Bedarfs, bei elektronischen Kinderartikeln (zum Beispiel Spielekonsolen) und wenn es um den gemeinsamen Urlaub geht. Die Letztentscheidung bleibt allerdings den Eltern vorbehalten.
Bei der direkten Befragung zu Gütern des täglichen Bedarfs, insbesondere bei Lebensmitteln und Kosmetika, sowie bei elektronischen Kinderartikeln gaben die Kinder an, dass sie mit ihren Eltern über alle Kaufentscheidungen reden und auch Empfehlungen abgeben. Die Meinungen und Wünsche der Kinder werden von den Eltern bei der Kaufentscheidung jedenfalls mitberücksichtigt – nach Angaben der Eltern sogar dann, wenn sich die Kinder nicht explizit äußern.

Eltern fragen bewusst nach der Meinung der Kinder
Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren bekommen die meisten Anregungen für Neues bzw. für die Anschaffung von neuen Produkten aus ihrem Freundeskreis. Nur bei Gütern des täglichen Bedarfs spielt die Werbung eine vergleichsweise größere Rolle. Bei Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren sind die Eltern die wichtigsten Ansprechpartner bei der Informationsbeschaffung. Für Eltern ist das Internet die primäre Quelle zur Informationsbeschaffung – insbesondere bei den Themen Auto, Urlaub und Handy. Bei Kaufentscheidungen über Güter des täglichen Bedarfs und elektronische Kinderartikel, aber auch beim Urlaub vertrauen Eltern auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. „Kinder spielen in Kaufentscheidungen von Familien eine wesentlich wichtigere Rolle als früher. Heute wird in Familien gemeinsam darüber geredet, was gekauft wird. Die Kinder werden dabei von ihren Eltern aktiv einbezogen und im Rahmen von Familienkonferenzen ganz bewusst um ihre Meinung gefragt“, fasst Ursula Weixlbaumer-Norz, Geschäftsführerin von kids & fun consulting, die Studie zusammen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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