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v.l.n.r. Niki Uzelac (Gesellschafter Dachbuch Verlag), Leonie-Rachel Soyel (@leonie_rachel) und Klaus Möller (geschäftsführender Gesellschafter Privatbrauerei Hirt)

Kochen mit Hirter

31.10.2018

Am sechsten November ist es soweit die Brauerei Hirter veröffentlich ihr erstes Kochbuch, das gemeinsam mit fünfzehn Foodbloggern entstanden ist. Die Rezeptsammlung soll aber auch ein Zeichen gegen die Patente von Heineken und Carlsberg sein. 

Kochen mit und für Bier ist das Motto des Hirter-Kochbuchs, dass am sechsten November im Wiener Dachbuch Verlag erscheint. Selbstverständlich geht es bei den 30 Rezepten des Kochbuchs um das Bierrepertoire der Hirter Privatbrauerei. Kreiert wurden die süßen sowie pikanten, fleischhaltigen, vegetarischen aber auch veganen Gerichte von 15 österreichische Top-Foodblogger, mit einer Reichweite von über einer halben Million Menschen. 

Patente auf Natur

Die Idee für das Kochbuch entsprang neben der Leidenschaft für das eigene Produkt auch auf Grund der Debatte um die Patentierung von Gerste durch die Konzerne Carlsberg und Heineken.  Arche Noah und die europäische Koalition „No Patents on Seeds!“ haben 2017 Einsprüche gegen drei Gersten-Patente beim Europäischen Patentamt (EPA) eingereicht. Vor kurzem wurden zwei von ihnen eingeschränkt. Diejenigen die entschärft wurden, erstreckten sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Ursprünglich umfasste eines davon ursprünglich alle Pflanzen, in denen bestimmte unerwünschte Geschmacksstoffe fehlen. Jetzt ist das Patent auf die Pflanzen beschränkt, die eine bestimmte Mutation aufweisen, die die Bildung dieser Stoffe beeinflussen kann. Es gibt noch ein drittes strittiges Gerstenpatent, wo die Gersten der ersten beiden eingeschränkten Patente miteinander gekreuzt werden, damit die Braugerste zwei bestimmte und gewünschte Eigenschaften hat, die den Brauprozess schlussendlich günstiger machen. In diesem Fall ist die Entscheidung der EPA noch ausständig. Dennoch sieht auch Hirter die ersten Einschränkungen, als Erfolg. „Die Frage lautet hier: Wer hat die Gerste erfunden beziehungsweise darf es ein Patent auf Leben geben?“, erklärt Klaus Möller, Eigentümer und Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt dazu.   

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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