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Kommentar

31.10.2002
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Manche sind Schafe, andere wieder Wölfe, aber alle frönen sie ihren Ritualen - und die sind von festgefahrenen Mustern geprägt.
Nach langjährigen psychologischen Analysen stellte man sensationell fest: Der Mensch läßt sich nicht allzu gerne von seinen gewohnten Lebenseinstellungen abbringen. Klug ist, wer das erkennt und danach handelt. Wer Änderungen schleichend und sanft durchführt, hat das richtige Rezept.
Auch Rezepte bestehen aus mehreren Zutaten. Das lebensnotwendige Salz, um das sich beim vom LEH stark bekämpften Diskonter alles dreht, heißt Kontinuität. Er läßt den Kunden Preise einfach lernen und gibt ihnen durch die Kontinuität die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen. Dieses Vertrauen zu brechen ist ein wirklich schwieriges Unterfangen. Beispiel: In Deutschland listete Aldi keine Bananen und Orangen, als die Obstpreise ins Unermessliche stiegen. Um den Kunden nicht zu verunsichern und Wuchergedanken in seinem Kopf entstehen zu lassen, entschloss man sich einfach für eine kurzfristige Nicht-Listung. Sensationell, dem Kunden fiel es kaum auf, er griff einfach zu anderen Vitaminspendern und freute sich, als er Bananen und Orangen einige Wochen später wieder zum „alten“ Preis erhielt.
Quintessenz: Der Verbraucher hat es satt, jeden Tag neue Preise lernen zu müssen, ihm fehlt das Vertrauen – einerseits in den Handel als Partner, andererseits in die Industrie als Qualitätsgarant. Auch wenn man zeitweise von unterschiedlichen Seiten hört, dass Herr und Frau Österreicher beim Einkaufen ihrer Lebensmittel und täglichen Konsumgüter nicht nachdenken - was den Preis betrifft, kommt er aus dem Denken gar nicht mehr heraus.
Etwas Ruhe hätte er tatsächlich mal nötig, vor allem in Zeiten, wo er noch nicht mal die Euro-Scheine unterscheiden kann.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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