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Kommentar

18.02.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Das Jahr 2003 blinzelt schon bei der Tür herein, der Euro feiert demnächst seinen ersten Geburtstag. Es war kein einfaches Jahr mit ihm, er war ein richtiges „Sorgenkind“ – obwohl Industrie und Handel regelrecht Kapriolen geschlagen haben, um ihn einzugewöhnen.
Ich denke, der Euro wird in weiter bis mittlerer Zukunft nicht das einzige Sorgenkind für den Handel bleiben.

Untersuchungen zeigen verstärkt, dass es in wenigen Jahren nur mehr fünf globale Handelskonzerne geben wird. Daniel Bernard, CEO von Carrefour, meint zur Weiterentwicklung der Handelskonzentration in Europa: Wer in Zukunft Erfolg haben will, braucht geschäftstüchtige Mitarbeiter und genügend Kapital, um jährlich 1,5 Mrd. Euro aus Cashflow-Mitteln in die Entwicklung eines effektiven Vertriebsnetzes investieren zu können.“

Eigentlich müssten wir hier in Österreich nach dieser Aussage verstummen und peinlich berührt das Spielfeld räumen, denn in diesen Dimensionen wagt hierzulande kaum einer zu denken. Auch wenn Konzerne wie Rewe Austria und Spar zu den größten in Österreich zählen, am internationalen Feld spielen sie bloss eine kleine Rolle. Zum Glück konzentrieren sich derzeit die Welt-Größten wie Carrefour, Tesco, Wal-mart oder die Metro auf den stark wachsenden osteuropäischen Markt. Zum Glück kommt Wachstum nach Meinung vieler Indutrieller und Händler gegenwärtig fast ausschließlich aus Osteuropa. Aber wie schon Tante Jolesch gesagt hat „Gott bewahre uns vor allem, was grad noch a Glück ist“, so dürfen wir möglicherweise damit rechnen, dass in absehbarer Zeit der Wundermarkt „Osten“ nicht mehr reizt und der Blick sich wieder einmal gen Zentraleuropa, respektive Österreich wendet – und ein bisschen etwas hätten wir da ja noch anzubieten .

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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