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Kommentar

17.04.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Die Entscheidung soll dem jeweiligen Landeshauptmann obliegen, ob, wann und wie er die verlängerten Öffnungszeiten befürwortet. Die Sinnhaftigkeit sei in Frage gestellt, was entsteht, wenn jedes Land andere Öffnungszeiten hat. Außer einem neuerlichen Angriffspunkt für die Landeshauptleute wenig.
Das Thema im allgemeinen ist mit Sicherheit Nährboden für heftige Diskussionen, denn auch der Lebensmitteleinzelhandel ist sich in dieser Sache nicht eins: Die einen plädieren für eine ungehinderte Öffnungszeit - das sind tendenziell die Handelsketten. Die anderen schreckt diese "freie" Öffnung eher ab, sie befürchten den Untergang der Nahversorgung vor allem in den ländlichen Bereichen.
Diese Entscheidung, die eine neue Ära im österreichischen Lebensmittelhandel einleiten wird, ist eine schwerwiegende.
Auf der anderen Seite sollten wir uns den Entwicklungen in Europa nicht ganz verschließen. Unsere Nachbarn halten ihre Läden schon bei weitem länger für den Kunden offen und Hand aufs Herz: warum laufen denn Tankstellenshops so gut? Sie haben eben rund um die Uhr offen und bieten - wenn auch zu anderen Preisen - jederzeit die wichtigsten Nahrungsmittel griffbereit.
Man darf eben nicht übersehen, dass mit der Diskussion "rund um offen oder nicht" eine Veränderung der Gesellschaftsstruktur Hand in Hand geht. Die klassische Einkäuferin stirbt langsam aber sicher aus, die Aussage "ich habe es eilig" ist zu einem Modetrend geworden. Danach lässt sich auch das Einkaufsverhalten messen: schnell, jederzeit verfügbar und alles auf einen Griff.
Stellt sich bloß die Frage, wer das salomonische Urteil über die Ladenöffnungszeit fällt?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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