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Kommentar

15.05.2003


Deutschlands härteste Konkurrenten in Österreich im selben Boot.<BR><BR>von Max Pohl

Angebot und Nachfrage
Der heimische Mineralwasserbrunnen Vöslauer verabschiedet sich – im Lebensmittelhandel – endgültig von der Glasflasche. Ab sofort wird auch die grüne Glas-Pfandflasche durch eine PET-Pfand-Flasche im neuen Wellendesign ersetzt (siehe auch Bericht in Handelszeitung 3/03). Die Ottakringer-Tochter ist damit in Österreich der erste Anbieter eines bepfandeten Einweg-Gebindes. Wie die Konsumenten dieses Angebot annehmen, bleibt abzuwarten.
Immerhin handelt es sich um ein interessantes Pilotprojekt.
In Deutschland hat das Anfang des Jahres eingeführte Pflichtpfand für Einweg-Getränkegebinde nach Mitteilung des Deutschen Brauerbundes zu teilweise dramatischen Absatzeinbußen beim Bierverkauf geführt. Die Rückgänge hätten durch den Mehrweg-Verkauf nicht ausgeglichen werden können. Für dieses Jahr sei mit einem Absatzrückgang von bis zu 10 Millionen Hektolitern zu rechnen, mehrere tausend Arbeitsplätze seien dadurch gefährdet.
Andererseits werde der deutsche Einzelhandel Umweltverbänden zufolge durch nicht zurückgegebene Einweg-Pfandflaschen in den kommenden Monaten kräftig steigende Zusatzerlöse erzielen. „Die Branchengewinne aus nicht eingelöstem Pfand werden im Sommer auf 60 Mio. Euro von derzeit 30 Mio. Euro im Monat steigen", erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
Bis zur geplanten Einführung des bundesweit einheitlichen Pfandsystems am 1. Oktober 2003 könne sich der Handel damit über mehrere hundert Millionen Euro Mehrgewinn freuen. Derzeit können Einwegflaschen und -dosen in Deutschland nur in dem Laden oder bei der Handelskette zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Viele Verbraucher verzichten daher auf die Wiedergabe und schenken das Pfand der Verkaufsstelle. Vor allem die Tankstellenshops profitieren von dieser Entwicklung.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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