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Kommentar

02.06.2003


Wenn sich zwei streiten ...<BR>leiden die Qualität und der Kunde<BR><BR><BR>von Andrea Knura

Angebot und Nachfrage
Pestizidrückstände, BSE, Acryl-amid, Salmonellen, Escherichia Coli, Dioxin … geistern mit unglaublicher Hartnäckigkeit durch die Medien. Damit man als Zeitung gelesen wird, muss eine Meldung natürlich dementsprechend dramatisch getitelt werden. „Jeder dritte Eiswürfel mit Keimen verseucht“ heißt – so die Übersetzung des Experten – in Wirklichkeit: Geringe Anzahl coliformer Keime die laut Lebensmittelkodex nicht in den untersuchten Lebensmitteln, hier Eiswürfel, sein dürften. Seit der Entdeckung von Acrylamid, sind alle die Chips und Pommes essen zum Tode durch Krebs verurteilt, wenn sie die genannte Krankheit nicht schon durch die Pestizide im Paprika haben. Wir dürfen sehr gespannt sein, was als nächstes kommt um uns nach dem Leben zu trachten.
Experten in Sachen Lebensmittelsicherheit sind sich zumindest in einem Punkt einig: Lebensmittel sind – dank Qualitätssicherungssystemen wie HACCP und strengen Hygienevorschriften – heute so sicher wie nie zuvor. Aber: Konsumenten sind, nicht zuletzt durch die Medienberichterstattung, verunsichert. Forschungsergebnisse der EU zeigen, dass Lebensmittelsicherheit , neben Problemen wie Beschäftigung und allgemeine Sicherheit, inzwischen die größte Sorge der Verbraucher ist. Für die Medien ist diese Angst der Verbraucher ein gefundenes Fressen. Natürlich muss die Bevölkerung informiert werden. Es ist wichtig, dass unsere Lebensmittel sicher sind, und dass Schlampereien und kriminelle Handlungen nicht passieren und wenn, müssen sie aufgezeigt werden. Die Berichterstattung sollte jedoch objektiv sein, sich an die Fakten halten. Lebensmittelskandale schaden in erster Linie dem Handel und der Industrie - damit auch den Medien, die Inserenten verlieren. Der Verkauf von Kartoffelchips ging 2002 in Schweden um 50 % zurück. Die Skandalberichterstattung hat gewirkt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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