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Kommentar

12.06.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Keine chemische Formel, sondern bloss eine neue Wortkreation, wie man den zukünftigen Aufgabenbereich eines Lebensmitteleinzelhändlers beschreiben kann.

Er ist nämlich nicht nur Nahversorger, sondern seit einiger Zeit auch Postangestellter und seit kurzem nun auch Bank. Denn in Hall in Tirol kommt seit Mitte Mai nicht mehr der Kunde zur Bank, sondern die Bank zum Kunden. Nach diesem Motto hat die Tiroler Sparkasse eine weitere Filiale in unmittelbarer Nähe eines Frequenzbringers (= Nahversoger) eröffnet: Die neue Voll-Geschäftsstelle befindet sich im Eingangsbereich eines Supermarktes der Lebensmittelkette M-Preis. Den Kunden wird der Besuch in einer Bank nun so angenehm wie möglich gemacht: Der Weg zur Sparkasse kann durch die einfache Infrastruktur mit dem täglichen Einkauf verbunden werden. Und die Post schließt sich sofort an. Die Hetzerei bleibt in vielen Fällen erspart: Ist die Schlange an der Kassa zu lange, könnte man den Weg auf die Bank vorziehen, gemütlich trinkt man noch einen Kaffee, während man sich vom Bankbeamten beraten lässt und danach noch einen Brief aufgibt … Zukunftsvisionen vom Feinsten.

Diese neu geschaffenen Treffpunkte könnte man auch als Mini-Einkaufszentren beschreiben – allerdings bleibt die Anonymität vor der Tür. Gleichzeitig schaffen diese neuen Konzepte eine höhere Frequenz für alle Beteiligten, sie sind mit einem Wort Umsatzbringer. Der Trick dabei: umsatzschwache Filialen der Post und Bank werden dicht gemacht und an einen gut gehenden Nahversorger im Ort angeschlossen. Somit spart man sich unrentable Einheiten. Durch die Verlagerung kommt es zu soliden wirtschaftlichen Einrichtungen, die ihre Daseinsberechtigung wieder bekommen.

Da sieht man es wieder: Kommunikative und Service-Ideen muss man haben, um Menschen zusammenzubringen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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