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Kommentar

25.06.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Wir untersuchten gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut m(Reserach Promotions im Lebensmittelhandel. Befragt wurden Zentraleinkäufer der Handelsorganisationen und Konsumenten. Und hier liegt der Knackpunkt.

Bei der Bewertung der Promotions, die Monat für Monat von den Industriefirmen ins Leben gerufen werden, gibt es zwei unterscheidliche Empfindungen.
Handelsorganisationen halten am Preis fest und sind fest der Meinung, dass Preisnachlässe und Aktionen den Verbraucher am meisten anziehen. Mag bis zu einem gewissen Grad stimmen. Fragt man allerdings den Konsumenten, so sieht dieser die Sache etwas anders. Er läßt sich eher von Mehr-Inhalt-Aktionen und Multi-Pack-Aktionen zum Kauf eines Produktes verleiten.
Die zahlreichen Gewinnspiele und Zugaben lassen ihn mehr oder weniger kalt. Unter ferner liefen befinden sich die oft zitierten Treueaktionen und Punkte-Sammel-Aktionen, die im Grunde genommen von der älteren Bevölkerung wahrgenommen werden, die Jungen aber weniger bis gar nicht ansprechen.
Was tun, ist nun die Kernfrage? Das Ziel beider – Handel und Industrie – ist sicherlich eine schnelle Drehung der Produkte. Mitunter spricht man aber auch von Image-Anhebung der Lebensmittelketten durch genannte Promotions. Da ist man sich einig. Allerdings fehlt der Konsens bei der Art der Promotions und hier wird meiner Meinung nach oft viel Potenzial verpufft. Diese Untersuchungen könnten doch den „Kick“ bringen, Promotions im LEH und DFH näher zu untersuchen und zu fragen, was der Konsument eigentlich wirklich möchte.
Er spricht ohnehin deutlich aus, was ihn zum Kauf veranlasst, nur hören wir nicht immer auf die Aussagen. Marketingtechnisch gesehen sind Promotions mit Sicherheit ein großer Aufwand, der auch mit Akzeptanz belohnt gehört.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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