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Kommentar

03.09.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Ein dickes Lob an Deutschland: Hier macht man sich auf bundespolitischer Ebene wirklich Gedanken um die Sicherung der Nahversorgung und entwickelt neue Konzepte. Der einzige Haken dabei ist: Die Praxis zeigt allerdings, dass viele Angebote die Stadien der Markteinführung und Erprobung noch nicht überschritten haben. Auch die problemlose Übertragbarkeit einzelner Konzepte ist zudem nicht ohne weiteres möglich – so berichtet zunächst der GMA-Info-Dienst aus Deutschland.
In diesem Zusammenhang kommt mir eine nicht seltene Kriegsstrategie in den Sinn: Der General plant gevifte Schachzüge auf seinem Reißbrett, die Wirklichkeit sieht anders aus: Im Feld fallen die einfachen Soldaten nach Reih und Glied, so wie im europäischen Lebensmitteleinzelhandel die Verkaufsflächen unter 400 m2 immer weniger werden. Jüngstes Beispiel: 230 Outlets in der Kategorie unter 250 m2 mussten im Jahr 2002 ihre Türen für die Kunden für immer dicht machen. Hat hier das Konzept nicht gegriffen oder hat es gar kein Konzept gegeben?
Nicht nur Landes- und Bundespolitik stehen vor der Aufgabe, neue Strategien und Ansätze zur Sicherung der Nahversorgung umzusetzen. Gefordert sind auch Großhändler und ihre Belieferungskonzepte, große Arbeitgeber in der Handelsbranche und ihre Ausbildungsmaßnahmen und Raumplaner sowie Immobilienfachleute. Sie alle sind mitwirkend bei einer Neuorientierung der europäischen Handelslandschaft. Einen haben wir dabei allerdings vergessen: den Händler selbst. Die Praxis zeigt nämlich, dass selbst bei guten Standortvoraussetzungen selbstständige Kaufleute nicht immer bereit sind, ein unternehmerisches Risiko einzugehen. Sie bleiben neuen Wegen aus Angst vor Veränderungen verschlossen. Ein umfassendes Grundversorgungsnetz kann aber nur mit der Initiative der Teilnehmer funktionieren.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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