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Kommentar

03.09.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Stichtag 1. August 2003: das neue Öffnungszeitengesetz tritt in Kraft. Solange die Regierung den Beschluss dieses Gesetzes in der Vergangenheit auch hinaus geschoben hat, so schnell kamen die Entwicklungen seit Anfang des Jahres auf uns zu. Und nun ist es rechtskräftig: Theoretisch darf der Handel nun von Montag bis Freitag zwischen 5 und 21 Uhr und am Samstag zwischen 5 und 18 Uhr seine Geschäfte aufsperren – jedoch maximal 66 Stunden.

Die Reaktionen reichen von „begeistert“ bis „nicht machbar“, die Auswirkungen des neuen Gesetzes werden schon in den Köpfen der Betroffenen skizziert. Große Teile des Lebensmittelhandels nutzen schon heute die 66 Stunden nicht voll aus, es könnte demnach weniger zu einem Mehrumsatz als zu einer Kaufaktverschiebung kommen. Eine RegioPlan-Studie verspricht sich von der neuen Regelung beim heimischen Handel nicht mehr als 100 Mio. Euro Zusatzumsatz (+ 0,2 %!). Im selben Ausmaß weden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Zugegeben, auch wenn Österreich zur Zeit jeden Arbeitsplatz mehr als dringend nötig hat, ist diese Ausbeute nicht gerade traumhaft.

Der „kleine“ Einzelhandel könnte sich allerdings in den Stadt- und Tourismus-Zentren durch die Abend-Öffnung profilieren und Nischen besetzen.

Zuletzt noch ein Gedanke: Profitieren werden Betreiber der C-Stores, wie Tankstellen-Shops. Nicht sofort, aber nach rund einem halben Jahr, zeigt eine dänische Studie. Denn genau nach dieser Zeit wurde dem Handel bewusst, dass die Schere zwischen Mehrumsatz und gestiegenen Kosten durch Personalmehraufwand immer größer wird. Nach und nach kehrte man zurück zu den ursprünglichen Ladenöffnungszeiten. Der Konsument hatte sich allerdings an die neue Regelung gewöhnt und tätigte seine „AbendEinkäufe“ von nun an bei Tankstellen-Shops. Ein Schuss nach hinten?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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