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Kommentar

01.10.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Die ECR-Vereinigung hat vor vielen Jahren Richtlinien zur Trennung der unterschiedlichen Sortimente und zur besseren Differenzierung im Handel erarbeitet. So gibt es beispielsweise nicht nur Molkereiprodukte, sondern eben Gelbe Palette, Bunte Palette, Weiße Palette und auch hier wieder detaillierte Segmentierungen.

Die Aufteilung nach diesen Segmenten hatte meines Erachtens einen Sinn, nämlich besseres Category Management zu betreiben und sich selbst und dem Handel eindeutige Ergebnisse über Drehung und Umsatz zu verschaffen.
Allerdings kann man zur Zeit erkennen, dass diese Segmente zum eigenen Vorteil missbraucht werden. Egal, wer damit angefangen hat, die Verunglimpfung der ECR-Richtlinien steht in ihrer Hochblüte: Jeder ist Marktführer – mit dem Beisatz: in seinem Segment – und sei das Segment noch so klein. Uns flattern Briefe ins Haus und e-Mails sprengen unsere Posteingänge mit Empörungen solcher Art: Wir sind doch in diesem Segment Marktführer. Dazu kommt überdies noch, dass nicht einmal mehr Zeiträume und Märkte korrekt miteinander verglichen werden. Auch ein Problem für die Marktforschung, die sich vor Verzweiflung die Haare rauft. Nun, es ist ja bewundernswert, wenn Österreichis Industrie ausschließlich aus Marktführern besteht, aber der eigentliche Sinn der ECR-Segmente lag definitiv woanders.

Eine große Bitte nicht nur in eigener Sache: Zahlenmaterial über Absätze, Umsätze und andere Sätze dient nicht ausschließlich der Beweihräucherung der eigenen Produkte und ihrer Erfolge im Handel. Sie dienen unter anderem auch zu einem objektiven Vergleich mit den anderen Marktteilnehmern und schaffen ein Feld für kluge und wichtige Strategien. Denn wer will schon einen Marktführer als Ladenhüter?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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