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Kommentar

13.11.2003
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Wien steht gewissermaßen unter Druck – und leidet an Schwindsucht, könnte man diagnostizieren. Woran es liegt, dass immer mehr Unternehmen aus der Bundeshauptstadt abwandern, weiss man nicht genau: schlechte Aura, schlechte Luft, schlechte Verkehrsanbindung oder unangenehme Menschen?

Wie wäre es einfach mit der naheliegendsten Begründung: Steuern! In Österreich werden ja nicht nur Arbeitnehmer bis zum letzten Tropfen ausgepresst: Jeder Unternehmer zahlt dafür, dass er Arbeit bringt, auch noch jede Menge in den heimischen Steuertopf ein: Je nach Gutdünken des Bundeslandes mehr oder weniger Körperschaftssteuer, Einkommensteuer und viele andere mehr. Wie auch der Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Walter Nettig bemerkt, sollte Wien im Zuge der EU-Erweiterung etwas für Unternehmen tun, um eine weitere Abwanderung zu vermeiden.
Verliert die Bundeshauptstadt wirklich als Wirtschaftsstandort an Bedeutung? Schließungen stehen ja schon beinahe an der Tagesordnung: Grundig, Inzersdorfer und nun auch Varta. Aber reduziert haben auch Konzerne wie Unilever, Philips und Ericsson.

Ich denke, dass bei Betrachtung der derzeitigen Wirtschaftslage eine Annäherung von beiden Seiten – Stadt und Industrie – von großem Vorteil wäre. Jeder ist auf den anderen angewiesen: Die Stadt braucht das Geld, und der Unternehmer wünscht sich problemlose Produktionsmöglichkeiten mit Kosten und Abgaben, die dem internationalen Markt angepasst sind. Bei einer Arbeitslosigkeit in Wien von mehr als 77.000 Menschen ist es hoch an der Zeit einen Umdenkprozess in Gang zu bringen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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