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Kommentar

15.01.2004
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Der Euro wird zwei Jahre alt, und im Rückblick gesehen hat die neue Währung der Wirtschaft harte Zeiten beschert. Seit seinem ersten Auftritt im Jänner 2001 gestaltete sich der Euro sich als schwieriger Geselle: Zunächst konnten sich Herr und Frau Österreicher nicht an ihn gewöhnen, vor allem wegen seiner unförmigen Maße von 13,7603. Seine Unerfahrenheit im Umgang mit Handel und Gastronomie wurde schamlos ausgenutzt: Der Versuch, sich durch die Währungsumstellung zu bereichern ist oft genug geglückt, und der Ruf des Euro hat sich immer mehr verschlechtert. Das Verhältnis ist nach wie vor gespannt.

Der Euro wird zwar heute akzeptiert, aber Freund ist er immer noch keiner. Denn: Ein Drittel aller Österreicher rechnet nach wie vor von Euro in Schilling um. Aussagen wie „ich rechne nach wie vor um, und das wird auch immer so bleiben“ sind keine Seltenheit.
Woran liegt es? Angst vor Veränderung ist menschlich. Daran konnte auch die schwächelnde Einführungskampagne im Jahr 2000 nichts ändern, geschweige denn die untransparente Preisgestaltung im Handel. Denken Sie zurück: Die Sprünge in der Gestaltung der Schwellenpreise waren Hochschaubahn-artig, einmal runter einmal rauf. Verkauft wurden sie dem Konsumenten aber als „bester Preis“.
Nach zwei Jahren kann die Wirtschaft ihre Betriebsergebnisse schon in Euro vergleichen – und dabei ist es in einigen Unternehmen still geworden –, und das liegt nicht an der besinnlichsten Zeit im ganzen Jahr. Heute hat der der Euro zwar einen international hohen Stellenwert bekommen und den Dollar überholt, trotzdem ist er für die meisten ein sehr schwieriger Europäer geblieben, der noch einige Zeit auf seine „Integration“ warten wird.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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