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Kommentar

17.03.2004
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
KHG hat beschlossen: Mit der Sektsteuer muss etwas passieren. Und zwar im Sinne der Sektproduzenten Österreichs. Kann sein, dass sich der Finanzminister jene zum Freund machen möchte, denn viele sind ihm ja nicht mehr geblieben. Aber dann sollte er klug taktieren, denn schon im Vorfeld hört man „Aufschäumendes“ aus der Branche.

Die Gemüter sind schon wieder erhitzt und schwer zu löschen – außer es kommt zu einer eindeutigen Lösung. Der Grund des nicht so feierlichen Anstoßes: Die Sektsteuer wird mit Beginn des Jahres 2005 fallen und zwar im Rahmen eines steuerlichen Gesamtpaketes. Und das trifft die Sekthersteller doppelt. Denn: Obwohl sie sich auf der einen Seite freuen, nicht mehr gegenüber Prosecco-Herstellern und Lieferanten ins Preis-Hintertreffen zu geraten, ist der Zeitpunkt des Wegfalls der Sektsteuer denkbar unglücklich gewählt. Den meisten Umsatz mit Sekt und Schaumwein macht der Handel bekanntlich vor Weihnachten und Silvester und hier sind die Preise noch inklusive Sektsteuer. Fragt sich logischerweise die Industrie: Muss das sein? Wäre es nicht sinnvoller, das Paket schon vor Weihnachten aufzuschnüren und nicht auf das Christkind zu warten?

Das hätte nämlich Vorteile für den Handel und die Industrie: Die einen könnten endlich in einen fairen Wettbewerb mit den Prosecci dieser Welt treten und die anderen hätten mit einem Schlag mehr Sortiments-Auswahl. Und wenn sie klug taktieren, dann könnten Sie in den Monaten vor Weihnachten und Silvester auch noch eine höhere Wertschöpfung erreichen. Lasset uns auf ein Weihnachtswunder hoffen!

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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