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Kommentar

28.01.2011


Wenn sich zwei streiten ...<BR>leiden die Qualität und der Kunde<BR><BR><BR>von Andrea Knura

Angebot und Nachfrage
18. April 2004: Die neue Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel (GVO) ist in Kraft. Österreich ist gentechnikfrei. Zumindest fast!

Dass „fast“ bei Gentechnik nicht genug und die Verantwortung jedes Einzelnen groß ist, dessen sind sich offenbar nur fast alle Beteiligten der „Nahrungskette“ bewusst. Schlecker, einige Nah & Frisch-Händler und auch der Gourmet-Tempel Österreichs, Meinl am Graben, standen bei Redaktionsschluss bei Greenpeace unter Gentechnik-Verdacht. Die Größen des Lebensmittelhandels demonstrieren ausnahmsweise Einigkeit, und auch Hofer versichert gegenüber Global 2000, dass keine kennzeichnungspflichtigen GVO-Produkte in seine Regale kommen. Von Seiten der Konsumenten ist die Haltung zwar eindeutig, 81 % der von IMAS Befragten werden keine gentechnisch veränderten Lebensmittel kaufen. Ob diese Absage nur ein Lippenbekenntnis ist, und ob – wie sich bei einem Test im deutschen Lebensmittelhandel gezeigt hat – über Kauf oder Nicht-Kauf letztendlich wieder der Preis entscheidet, kann künftig eine Frage des Vertrauens sein. Dieses könnte man rasch verlieren, denn die GVO hat zwei große Lücken: Zum einen müssen tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milch, Wurst etc., die mittels gentechnisch verändertem Tierfutter hergestellt wurden, nicht gekennzeichnet werden.

Zum anderen stellt sich die Frage: Wer kontrolliert? Es fehle, so Global 2000, ein wirksamer Kontrollmechanismus, der sicherstellt, dass die Produzenten und der Handel die Kennzeichnungsplicht einhalten. Zuständig wäre hierfür die AGES, die aber nach eigenen Angaben nur für die Untersuchung und Begutachtung von Proben verantwortlich ist. Die Lösung wäre meiner Meinung nach einfach: Eine klare Gentechnik-Absage von Produzenten, Handel und Konsumenten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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