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Kommentar

26.05.2004
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Eine Wifo-Studie erregt möglicherweise Besorgnis unter Unwissenden: Die Arbeitplätze im Handel sind unsicherer als in anderen Branchen, das Risiko hier sehr schnell in der Arbeitslosigkeit zu landen, ist um ein Drittel höher als in anderen Branchen. Und es kommt noch besser: Der LEH ist Spitzenreiter, leider im negativen Sinne: Bis zu 60 % der Beschäftigungsverhältnisse werden laut Studie in den großen Lebensmittelhandelsketten binnen eines Jahres aufgelöst.

Wenn Sie jetzt feststellen, dass Ihre Mitarbeiter Ihnen schon seit Jahren treu sind, dann gratulieren wir herzlich.
Wo finden dann diese zitierten Völkerwanderungen statt? Ich denke, dieses Thema ist viel komplexer zu sehen. Es geht nicht nur darum, dem LEH den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben. Das Beispiel beginnt schon bei der Jugend: Heute einen Lehrling im Geschäft aufzunehmen bedeutet viel mehr „Schweiss als Preis“ für den Lehrherren, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Zu schweigen von den Kosten, die dadurch entstehen. Die Ausbildung wird laufend schlechter, die Motivation rasselt immer mehr in den Keller. Um eine Trendwende zu erreichen, sind die Politiker hier so richtig gefordert. Es reicht nämlich bei weitem nicht, nur an einem Rädchen zu drehen, es handelt sich um ein Netzwerk an Faktoren, die zu beachten sind: Ausbildung, Kollektivverträge, Öffnungszeiten, Lehrlinge, Arbeitsbedingungen, Teilzeitbeschäftigungen, um nur einige zu nennen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man selbst als geeichter Politiker hier gerne Verantwortung abschieben möchte und sich nur den Lieblingsthemen widmet.
Aber ist das sinnvoll bei einer Arbeitslosenrate von 7,1 % auf dem österreichischen Arbeitsmarkt?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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