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Kommentar

29.06.2004
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Wer schlimm ist, fliegt! Ist das die tatsächliche Umgangsweise mit Lieferanten des Lebensmittelhandels?

Die Vorgeschichte: Laut Medienberichten musste der Mühlviertler Leberkäse-Hersteller Neuburger – ein Familienunternehmen – Personal freisetzen, da er bei Billa Anfang Mai die Regale räumen musste. Die Folge einer offensichtlichen Diskussion über Preiserhöhung zwischen Billa und Neuburger ist keine Ausnahme. Anscheinend stehen viele Unternehmen preislich stark unter Druck und wagen sich nicht an eine neuerliche Preisverhandlung heran. Kommt es schließlich dazu und der erhöhte Preis (entstanden durch LKW-Maut oder erhöhte Transportkosten) soll weitergegeben werden, beginnt ein Hazard-Spiel der weniger vornehmen Art. Dabei hätten die Lieferanten laut Gesetz die Möglichkeit den Handelspartner zu belangen – keiner tut es.

Neuburger hatte Glück im Unglück. Denn: Spar nutzte die Situation brillant aus, um dem größten Mitbewerber eins auszuwischen und gestand Neuburger beinahe schon „Exklusivstatus“ bei Leberkäse zu – mit entsprechender Bewerbung. Da konnte auch die Rewe nicht mehr anders und listete Neuburger bei Merkur wieder ein. Zugebenermaßen: Ein Erfolg vom Lieferanten. Wenn man aber genau hinsieht, so ist Neuburger ein Spielball der beiden Großen geworden und sollte sich – wie viele andere – wohl eher nicht in Sicherheit wiegen. Ein „Rausschmiss“ kann schneller passieren, als man denkt, nicht nur bei Billas und Spars.

In Bezug auf Lieferanten haben die Diskonter nie an ihrem guten Ruf gerüttelt: Von seiten der Lieferanten hört man vieles über Verhandlungsfairness, Preispolitik und Handschlagqualität. Vielleicht sollte das zu Denken geben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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