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Kommentar

18.01.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
So mancher glaubt noch an den Weihnachtsmann und an das Christkind. Diese schöne Fantasie hört sich mit dem Älterwerden auf. Was bleibt, ist die Neugier: Die Spannung erhöht sich, wenn es darum geht zu erraten, was man unter dem Weihnachtsbaum findet.

Konklusio: Nach der Überraschung ist man entweder erfreut oder enttäuscht. Und so wird es Tausenden heimischen Produzenten gehen, wenn sie die neuen Werbemaßnahmen der Handelsorganisationen erfahren. Im vergangenen Jahr ist wohl vielen die Freude im Hals stecken geblieben, als die beiden Big Player lautstark ihre –50-%- und –51-%-Aktionen verkündeten. Für viele Unternehmen eine Schrecksekunde, die sie lange nicht vergessen werden.
Und nun sind wir alle gespannt: Kommen die erwarteten 52 % Rabatte?
Die Spar kündigte bereits in einer heimischen Tageszeitung den „Knalleffekt“ an. Nach Recherche fanden wir heraus, dass es sich dabei noch um eine Aktion für 2004 handelt.

Das auslaufende Jahr war aber nicht nur geprägt von einer heftigen „Rabattitis“, sondern auch von Auslistungen der medienwirksamen Art, von Ungereimtheiten rund um Handelsangestellte und Bezahlung und von Untersuchungen, die sich im Nichts aufgelöst haben. Alles in allem kein überaus rosiges Jahr für den Lebensmittelhandel in Österreich, dem vor allem die Monate Mai, August und Oktober in Erinnerung bleiben werden. In diesen Monaten purzelten die Umsätze drastisch in den Boden. Auf die erhofften Weihnachtsumsätze darf man gespannt sein.

Was bleibt ist die Neugier, wie es mit dem Lebensmitteleinzelhandel in Österreich weiter geht: Werden die Diskonter wie die Heuschrecken einfallen? Wie werden sich die Preise im nächsten Jahr entwickeln und wer wird 2005 Nummer 1 am Markt?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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