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Kommentar

20.01.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Das Wirtschaftsblatt veröffentlichte vor kurzem die Werbeausgaben der beiden größten heimischen Handelsketten Billa und Spar. Dabei konnte man sehen, dass sich der Etat 2004 im Vergleich zu 2003 um durchschnittliche 2 % Punkte erhöht hat (reelle Zahlen standen leider nicht zur Verfügung). Dieser doch recht beachtliche Anstieg überrascht wohl niemand, da sich die beiden Lebensmittelhändler im vergangenen Jahr über die Medien (schwerpunktmäßig auf Anzeigenseite) regelrecht „befetzten“ und einer dem anderen nacheiferte. Hochachtungsvoll muss man erkennen, dass der erhöhte Werbedruck seine Wirkung nicht verfehlt hat. Die Geburtstagsrabatte waren in aller Munde und Schnäppchenjäger verglichen die Preise in Print und TV, um noch am gleichen Tag das beste Angebot zu ergattern. Werbung wirkt doch!
Stellt sich bloß die Frage, ob man durch Werbung dieser Art auch das gewollte Image erreicht. Welches Image die einzelnen Handelsketten ansteben, ist nicht mehr leicht zu erkennen (früher war das anders). Die Tendenz geht ausschließlich in Richtung „billig, billiger, am billigsten“. Wenn „billig“ das gewünschte Ziel ist, toll! Wenn es um Ansehen geht, dann sind sich viele Konsumenten einig, dass hier einiges am Weg verloren ging.
Imagebildung ist eine sensible Sache: Ein gutes ist schwer aufzubauen, ein schlechtes schnell da. Werbung zur Imagebildung hat ihren Sinn, denken Sie bloß an Kampagnen, wie das leider nicht mehr existierende „Mäxchen“ von MaxMobil (heute T-Mobil). Der Tarif war noch immer ein wichtiges Kriterium zu welchem Mobilfunkbetreiber man ging, aber es machte einfach Spaß, bei MaxMobil zu sein. Auch so werden Kunden gewonnen!

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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