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Kommentar

03.02.2005


Rufe nach dem Kadi: Die Beteiligung der Rewe an Adeg könnte immer noch wackeln.<BR><BR>von Wolfgang Friedrich

Angebot und Nachfrage
Die Wogen schlagen hoch, wenn man derzeit über Jubiläen oder „Alarmsysteme“ großer heimischer Handelsketten spricht. Umso interessanter war ein Gespräch zweier Hausfrauen, das ich zufällig belauscht habe.

Frau N. und Frau S. unterhielten sich in der U-Bahn. „Na, du schleppst ja ganz schön. Wocheneinkauf?“ eröffnet N. „Ja, ich kauf’ jetzt nur mehr selten bei unserem Greißler. Der ist bei vielen Sachen zu teuer. Ich find’s gut, dass sich Billa und Spar so befetzen. Da kann ich richtig Haushaltsgeld sparen“, antwortet S. freudestrahlend.
„Du, das mach’ ich auch. Stell dir vor: Minus 60 Prozent! Entweder verkaufen die billiger als sie einkaufen, oder sie bezahlen den Herstellern um so viel weniger als früher“, sagt N.
„Ich glaube eher, dass die im Handel früher einfach viel zu hohe Preise verlangt haben. Wieso funktioniert das jetzt, dass sie Waren um die Hälfte hergeben können? Die haben doch noch immer die gleichen Kosten“, wundert sich S.
„Stimmt“, so N., „und ich bin dadurch zur richtigen Flugblatt-Sammlerin geworden. Ich kauf’ nur mehr Aktionen. Man muss nur Geduld haben und sich entsprechend eindecken.“
„Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass noch irgend wer die Sachen zu den früheren Preisen kauft. Aber wie die kleinen Lebensmittelgeschäfte das überstehen sollen, ist mir ein Rätsel“, nickt S.
Und fügt nach einer kurzen Pause, in der beide im Stillen ihr Plus beim Haushaltsgeld ausrechnen, hinzu: „Eins find’ ich nur schade, nämlich dass Spar nicht erst 1970 oder 1980 begonnen hat. Da könnten wir uns jetzt 70 oder 80 Prozent ersparen.“
„Na“, so N., „schau’n wir einmal. Immerhin feiert Adeg, glaub’ ich, heuer 110 Jahre.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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