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Kommentar

03.03.2005


Deutschlands härteste Konkurrenten in Österreich im selben Boot.<BR><BR>von Max Pohl

Angebot und Nachfrage
Corinna Tinkler, die eloquente Pressesprecherin von Rewe Austria, ist der neu errichtete Damm gegen die Protestflut, die seit einem Jahr unaufhörlich über die Wiener Neudorfer Zentrale des Handelsunternehmens rollt.

Tinkler hatte nicht jene 100 Tage Schonfrist, die man etwa Politikern in neuen Ämtern zubilligt. Und das, obwohl ihr Job hoch (geschäfts-)politisch ist. Von innen das Aufbegehren des Rewe-Austria-Betriebsrates, von außen die argwöhnischen Blicke der Bundeswettbewerbsbehörde, und obendrein noch hämische Medienschelte. Kaum sind die Wogen des Vorjahres einigermaßen geglättet, löst der Boss den Preisalarm und damit Panik bei den Lieferanten aus. Aber das ist erst der Anfang.

Im harten Wettbewerb gegen die Diskonter stehen die schwersten Zeiten erst bevor, wie der Generalbevollmächtigte bei Rewe Austria, Veit Schalle, im Vorjahr im Gespräch mit LK-Handelszeitung betonte. Während Schalle im letzten Jahr seiner Amtszeit noch einmal alles auf die Rabatt-Karte setzt, um die Marktführung im heimischen Lebensmittelhandel zu verteidigen, muss Tinkler das Vorgehen ihres Chefs so gut wie möglich „verkaufen“.
Die Hersteller selber seien interessiert an Aktionen, ganz zu schweigen von den loyalen Billa-Kunden. Und gewiss setze man auf Qualität und österreichische Produkte – so Tinklers sanfte Argumente für harte Preisstrategien.
Man kann davon ausgehen, dass Rewe Austria mit der angekündigten Fortsetzung der Filialexpansion die Oberhand behalten wird. Doch wenn Druck der Diskonter stärker und die Umsatzentwicklung bei Rewe Austria schwächer wird, wird auch Tinkler zu härteren Mitteln greifen müssen. Und sei es nur in Wortgefechten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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