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Kommentar

21.03.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Das Wifo erwartet für das Jahr 2005 ein reales Wachstum des Brutto-Inland-Produktes um 2,2%. Der Grund dafür liegt unter anderem in der Lohn- und Einkommenssteuersenkung, denn sie bringt einen Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens netto von 1,2%. Ist eine Trendwende in Richtung Kauflust statt -frust abzusehen?

Es wäre höchste Zeit, wenn der heimische Handel vom – zwar noch gedämpften, aber trotzdem vorhandenen Optimismus – profitiert. Denn analog zu den Entwicklungen im gesamten Einzelhandel hat vor allem der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich rote Zahlen geschrieben. Auf diese Entwicklung hatten wir in Europa keine Monopol-Stellung, denn auch der deutsche Lebensmitteleinzelhandel hat mit einem satten Minus abgeschlossen.
Nun ebbt die Billig-Welle offensichtlich langsam ab und die Kunden werden langsam kauffreudiger. Das meinen und hoffen zumindest Manager und Politiker. Zwar rechnet man mit einer Fortsetzung des andauernden Preis- und Verdrängungswettbewerbes im Einzelhandel, doch lasse offenbar die starke Orientierung der Kunden nur am Preis allmählich nach. Die ersten Anzeichen sind bereits in den steigenden Umsätzen zu erkennen.
Ob der Umsatz allerdings so kräftig steigen wird, wie in den „Goldenen Jahren“ vor der Euro-Umstellung, bleibt fraglich. Realistisch gesehen ist Umsatzsteigerung in Österreich nur mehr über Flächenzuwachs zu erreichen.
Also bleibt die Hoffnung, dass das Comeback der Kauflust einerseits durch die Steuerreform angeheizt wird und auf der anderen Seite die Politiker die Rahmenbedingungen im Sinne der Lebensmittelhändler reformieren. Der Blick in eine positive Zukunft schafft für alle Seiten mehr Vertrauen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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