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Kommentar

31.03.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Die Hoffnung auf Saisonschwerpunkte im Handel ist groß. Industrie, Einkäufer und Werber setzen alles auf eine Karte, und die heißt Ostern, Weihnachten, Halloween, Muttertag und vieles mehr. Der Trend zu mehr saisonalen Schwerpunkten nebst den Klassikern Weihnachten und Ostern stammt vorwiegend aus dem angloamerikanischen Raum.

Dort war man in Bezug auf Ideenreichtum und Frequenzbringer schon immer stark. Die neuen „Saisonen“ wie etwa Halloween sind bei uns erst im Kommen, aber eines ist klar: Wie bei allen meßbaren Größen im Handel werden auch hier die Jahrgänge verglichen. Umsatzplus, Umsatzminus, Stagnation sind die gängigen Schlagworte. Und wenn ein Jahr nicht so erfolgversprechend ausfällt, wie das vorherige, dann kommt Frust auf. Weihnachten ist bereits umsatzmäßig leicht hinweggeschmolzen und hat für den LEH nicht mehr die Bedeutung wie vor Jahrzehnten. Macht sich nun Ostern schön langsam aus dem Staub? Die Zahlen versprechen nichts Otimistisches.
Zeit zum Umdenken. Denn: Vielleicht muss man Saison anders definieren: Obst und Gemüse hat seine Saisonen. Sich hier zu profilieren ist aufwändig, aber erfolgversprechend. Und mit Sicherheit profitabel, wie der Frischeindex der RollAMA zeigt. Nicht umsonst setzen Hard-Disconter auf Frische und zeigen, wie sie mit frischem Obst und Gemüse auf Kundenfang gehen. Nicht umsonst nennt sich diese Abteilung „Visitenkarte des Handels“.
Was sie nämlich darstellt, wirkt sich auf den Gesamteindruck des Marktes aus. Viele Märkte befinden sich, um es mit saisonalen Worten auszudrücken, noch im tiefen Winterschlaf. Man sollte sie wachrütteln und ihnen zeigen, dass ein Frühjahrsputz notwendig ist, um die Frischeabteilungen wieder in Schwung zu bringen. Dann hat der Frust auch nicht mehr viel Platz.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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