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Kommentar

02.05.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Als im Jahr 2002 der Schilling zum Euro wurde, gab es zahlreiche Dis-kussionen. Die heftigsten Unruhen und Sorgen gab es für den Handel: Wird der Handel seine Konsumenten hinters Licht führen und die Preise im Zuge der Umstellung kräftig anheben?

Manche dachten sogar an sogenannte Preis-Sheriffs, die eingesetzt werden sollten, um die korrekte Umstellung zu überprüfen. Und mehr als ein Hersteller hat mir damals von seinen langen Nächten erzählt, in denen er stundenlang umrechnete, um ja keinen Cent zuviel zu verlangen und den Konsumenten zu verärgern. An dieser Stelle auch ein Kompliment an die „Ausführenden“: Im Grunde ist die Umstellung einwandfrei verlaufen. Warum ich gerade jetzt – drei Jahre später – auf das Thema Euro-Umstellung komme, wollen Sie sicher wissen.
Weil ich nach so vielen Jahren sagen kann, dass der Handel die Vorgaben sehr gut erfüllt, die Gastronomie aber in meinen Augen enorm im Preisgefüge zugelegt hat – und zwar mit dem Schlüssel „100 Schilling = 10 Euro“.
Wer aber in ganz Österreich ob seiner hohen Preise kritisiert wird, ist eben nicht die Gastronomie, sondern der Handel. Manchmal frage ich mich, ob der Handel in diesem Fall zu gutmütig ist und die Gastronomie sich gleichzeitig ins Fäustchen lacht, wenn sie unverblümt für ein klassisches Schnitzel im Schnitt 10 bis 12 Euro verlangt.
Und warum mir dieses Thema noch am Herzen liegt, ist die Tatsche, dass der Handel – vor allem der Lebensmittelhandel – mit Endverbraucherpreisen auf allen Fronten zu kämpfen hat. Genau jetzt könnten viele Händler einen „Puffer“ benötigen, der ihnen die Möglichkeit bietet, auf Diskonter & Co. mit Investitionen zu reagieren. Also lassen wir doch die Kirche im Dorf, der Handel hat seine Hausaufgaben gut gemacht. Und das Argument „Man muss ja nicht teuer außer Haus essen, wenn man nicht will“, kann man auch nicht allgemein gelten lassen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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