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Kommentar

08.06.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Irgendwann sollte alles seine Grenzen haben – auch der Regulierungsdrang der Europäischen Union. Keine Frage, es ist schon notwendig, beispielsweise Pestizide dem menschlichen Organismus so fern wie möglich zu halten.

Aber ist es nicht auch opportun, Rückstände in Lebensmitteln, die im Bereich festgelegter Normen liegen, nicht überzubewerten? Immer aufwändigere Methoden der Rückstandsanalytik sorgen ohnehin für eine noch nie dagewesene Transparenz. Konnten 1972 nur bis zu 0,5 mg/kg nachgewiesen werden, sind es heute 0,001 mg/kg.
Gesundheitliche Risiken sollen keinesfalls verharmlost werden, aber man kann mit bestimmten Aussagen eine Warengruppe auch ziemlich ins Schleudern bringen.
So ist wieder einmal die EU-Diskussion um das Verbot von Rohmilchkäse entfacht. Die einen – darunter viele Gourmets – sehen es als Glaubensfrage: Nur Käse aus roher Milch mundet ihnen. Die anderen warnen vor Krankheitserregern, vor allem im Weichkäse. Denn die Milch wird hier nur bis zu 40 Grad Celsius erhitzt, dadurch könnten Mikroorganismen überleben und Schaden bei empfindlichen Personen anrichten.
Ich glaube, das eigentliche Problem liegt wo anders: Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit sollten zunächst einmal aufklärend wirken und dann Grundlage einer Diskussion über Risikovermeidung sein. Einzelne Lebensmittel von vorne herein zu diskreditieren, kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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