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Kommentar

05.09.2005

Angebot und Nachfrage
Die Wiener Agenturgruppe FCB hat es erst kürzlich auf den Punkt gebracht: Die Lust am Konsum ist differenziert über unterschiedliche Käufertypen zu mobilisieren. Und natürlich: „Geiz ist geil“ ist ein nach wie vor schlagendes Argument für viele sparsame „Budget Shopper“, also jene Zielgruppe, die nicht in die Konsumfalle tappen will und ihre Kaufentscheidung primär nach dem Preisargument treffen muss.

Am anderen Ende der Skala finden sich die „Lustorientierten“ – Menschen, für die Einkaufen Genuss und Inspiration bedeutet. Sie sind ohne weiteres bereit, für Convenience, für besonders ansprechendes Design oder aufwändige Verpackung auch einen höheren Preis zu bezahlen.
An letztere Zielgruppe dürften wohl jene Hersteller gedacht haben, die den Inhalt von möglicherweise besonders repräsentativen und dementsprechend großen (Geschenk)-Packungen auch zu vergleichsweise höheren Grundpreisen kalkulieren. Bei einem Test von 470 Lebensmitteln und Drogeriewaren aus vier Wiener Supermärkten war bei erstaunlichen 12 Prozent die kleinere Menge billiger, fand die AK-Wien heraus.
Natürlich: Konsumenten können sich auf die Verpflichtung zur Einzelpreisauszeichnung verlassen – aber manche Kunden fühlen sich übers Ohr gehauen, wenn vermutete Mengen-Naturalrabatte verweigert und Mogelpackungen in Verkehr gebracht werden.
Sicher: die „Lustorientierten“ werden auch weiterhin zu Magnumflaschen und Mammut-Bonbonnieren greifen, ihnen wird der Einzelpreis angesichts repräsentativer Renommier-Verpackungen vielleicht egal sein. Aber ist es wirklich seriös, alle jene, die beim täglichen Einkauf auf Euro und Cent schauen müssen, einfach an der Nase herumzuführen?

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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