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Kommentar

14.09.2005
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Das Beispiel der Raumordnungsnovelle in Tirol zeigt sehr deutlich, dass es einfach jemanden mit Mut und Engagement braucht, der sich einer Sache bis zuletzt annimmt. In diesem Falle war es eine junge, aber sehr erfahrene Landesrätin – Dr. Anna Hosp – die den Handlungsbedarf für die Ortschaften in Tirol rechtzeitig erkannte und rasch agierte.

Denn: In nur vier Monaten ein neues Gesetz durchzubringen ist wahrlich eine Leistung. Seit 1976 (hier wurde die EKZ-Regelung ins Leben gerufen) ist eigentlich im Raumordnungsgesetz für den selbstständigen Kaufmann nichts wirklich weltbewegendes passiert.
Mit Sicherheit kann man sagen, dass mit Anna Hosp die richtige Person am passenden Platz sitzt, denn ihre Anliegen reichen weit über die Raumordnung hinaus: da geht es um Umweltschutz, Naturschutz und die Erhaltung der Funktion der Gemeinden als soziale und wirtschaftliche Zentren für die Bevölkerung.
Die Gemeinden sollen auf lange Sicht gesehen in der Lage sein, dem Bürger eine Grund-Infrastruktur anbieten zu können. Denn mit dem Wegfall von Post, Kaufmann und anderen Nahversorgern stirbt eine Gemeinde langsam aus.
Allerdings muss man auch zwischen Panikmache einiger Politiker und realistischer Einschätzung der Lage unterscheiden: es gibt in Tirol 279 Gemeinden, davon haben 54 keinen Nahversorger. Das klingt im ersten Moment tragisch, man muss aber anmerken, dass 30–35 Gemeinden noch nie einen Kaufmann hatten.
Viel mehr Augenmerk ist jenen 80-100 Gemeinden zuzuwenden, die Gefahr laufen, ihren Kaufmann zu verlieren. Die Stärkung dieser Nahversorger durch Dienste wie Post oder Lotto wäre im Sinne aller Beteiligten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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